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Monsterflöhe durchbohrten mit gigantischem Sägezahnrüssel Dinosaurierhaut

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Monsterflöhe machten mit gigantischem Sägezahnrüssel Jagd auf Dinos

03.03.2012, 09:17 Uhr | Von Seth Borenstein, dapd, dapd

Monsterflöhe durchbohrten mit gigantischem Sägezahnrüssel Dinosaurierhaut. Die Monsterflöhe aus der Urzeit waren ein Zufallsfund (Quelle: dapd)

Die Monsterflöhe aus der Urzeit waren ein Zufallsfund (Quelle: dapd)

Bis zu 2,1 Zentimeter groß wurden die Blutsauger aus der Urzeit. Mit ihrem gigantischen Sägezahnrüssel durchbohrten sie die Haut der Echsen. Der spektakuläre Fund eines solchen Monsterflohs wurde nur durch Zufall gemacht.

Zu Zeiten der Dinosaurier waren sogar Flöhe Bestien - jedenfalls im Vergleich zu den Heutigen. Die lästigen Blutsauger erreichten vor 165 Millionen Jahren eine Größe von 2,1 Zentimetern und waren mit einem langen gezackten Rüssel ausgestattet, um sich durch die dicke Haut der Großechsen zu bohren, berichtet Diying Huang vom paläontologischen Institut der Universität in Nanjing.

In der jüngsten Ausgabe des Wissenschaftsmagazins "Nature" beschreibt er einen spektakulären Fossilienfund und schätzt, dass mindestens acht heutige Flöhe auf dem Rückenpanzer ihres großen Vorfahren Platz hätten.

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"Das waren Riesenviecher"

Mitautor Michael Engel von der Universität in Kansas hat als Insektenforscher beruflich mit allerlei Kerbgetier zu tun, aber angesichts der Monsterflöhe aus dem Zeitalter Mesozoikum schaudert es ihn: "Das waren Riesenviecher. Wenn ich mir vorstelle, dass ich nach Hause komme und eins von diesen Dingern auf meinem Schnauzer rumkrabbelt..."

Nicht nur die Größe der neun kürzlich gefundenen versteinerten Riesenflöhe beeindruckt den Entomologen. Es ist der überproportionale Rüssel, der ihm Furcht einflößt. Das Bohr- und Saugorgan "hatte praktisch eine Säge an der Seite", sagt Engel. "Sie waren dafür ausgerüstet, sich in etwas hinein zu graben."

Fossil auf chinesischem Markt entdeckt

Ein anderes typisch flohhaftes Verhalten hatten die jurassischen Insekten jedoch nicht drauf: Das Springen. Die Beine waren noch unterentwickelt und höchstens zum Krabbeln ausgelegt. "Zum Glück für die Landtiere des Erdmittelalters konnten die großen flachen Flöhe nicht von Tier zu Tier springen, wie das ihre Nachfahren von heute beherrschen", sagt Joe Hannibal vom Museum für Naturgeschichte in Cleveland. Um auf die Haut ihrer Wirtstiere zu gelangen, ließen sich die Flöhe laut Studie vermutlich von Bäumen fallen.

Die Fossilen sind ein Zufallsfund. Huang entdeckte eins auf einem chinesischen Markt und erzählte davon im Hotel. Ein anderer Gast zeigte ihm ein Foto von einem anderen Flohfossil und erzählte ihm von einer Ausgrabungsstätte für Fossilien in Doahugou in Nordwestchina. Huang fuhr hin und fand gut erhaltene Fossilien, die in so feiner Vulkanasche konserviert waren, dass teilweise noch die Fühler zu sehen waren.

Großinsekten sind in der Erdvergangenheit aber keine Seltenheit: Noch vor den Riesenflöhen lebten die Vorfahren heutiger Libellen, sagt Engel. Die Paarflügler hatten eine kaum vorstellbare Spannweite von knapp einem Meter.

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