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Schwarzes Loch wird durch Kollision aus Galaxie katapultiert

Schwarzes Loch wird durch Kollision aus Galaxie katapultiert

11.06.2012, 17:50 Uhr | rf, t-online.de, dpa

Schwarzes Loch wird durch Kollision aus Galaxie katapultiert. Astronomen beobachteten das Zentrum einer Galaxie (Bildmitte oben). Die Detailaufnahmen zeigen die neue Röntgenaufnahmen von dem Schwarzen Loch (re.), eine Aufnahme von seinem sichtbaren Licht (Mitte) und eine Kombination aus beiden (li.)  (Quelle: X-ray NASA/CXC/SAO/F.Civano et)

Astronomen beobachteten das Zentrum einer Galaxie (Bildmitte oben). Die Detailaufnahmen zeigen die neue Röntgenaufnahmen von dem Schwarzen Loch (re.), eine Aufnahme von seinem sichtbaren Licht (Mitte) und eine Kombination aus beiden (li.) (Quelle: X-ray NASA/CXC/SAO/F.Civano et)

Astronomen vermuten, dass ein gigantisches Schwarzes Loch mit hoher Geschwindigkeit aus seiner Galaxie geschleudert wurde. Das berichtet das Portal astronews.com. Nach Kollision und Verschmelzung von zwei Schwarzen Löchern hätten Gravitationswellen das entstandene Masse-Monster auf eine unvorstellbare Geschwindigkeit von vier Millionen Kilometer pro Stunde katapultiert. Das astronomische Schauspiel hat das NASA-Röntgenteleskop Chandra in einer Entfernung von etwa vier Milliarden Lichtjahren aufgezeichnet.

"Das ist schon schwer zu glauben, dass ein supermassereiches Schwarzes Loch mit der vielmillionenfachen Masse unserer Sonne sich überhaupt bewegen kann, geschweige denn mit hoher Geschwindigkeit aus einer Galaxie gekickt wird", zitiert der Online-Dienst für Astronomie, Astrophysik und Raumfahrt die Leiterin der Untersuchung, Francesca Civano vom Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics (CfA).

Rückstoß bringt Giganten in Fahrt

Von der Kollision hätten aber sehr starke Gravitationswellen vorwiegend in eine Richtung abgestrahlt, so dass das größer gewordene Schwarze Loch durch eine Art Rückstoß stark beschleunigt wurde.

Außerdem stimmten die neuen Daten mit der Idee überein, das Gravitationswellen eine sehr starke Kraft ausüben können, so Civano weiter. Es handele sich dabei und Kräuselungen in der Raumzeit, die Albert Einstein als Erstes vorhergesagt hatte, die aber noch nie direkt gemessen wurden.

Laut astronews.com gibt es allerdings auch alternative Erklärungsmodelle für die jüngsten Beobachtungen: So könnte es hier auch zu einer Begegnung von gleich drei supermassereichen Schwarzen Löchern gekommen sein, bei der dann das leichteste weggestoßen wurde.

Nicht die einzige Schwerkraftfalle

Die Erkenntnisse könnten darauf hindeuten, dass es im Universum noch mehr unsichtbare vagabundierende Schwerkraftfallen dieser Größenklasse gibt, so astronews.com.

Schwarze Löcher sind Orte der Extreme: Die Materie ist in ihnen so stark zusammengepresst, dass nichts ihrer enorm hohen Anziehungskraft entkommt. Die Fluchtgeschwindigkeit liegt im Inneren eines Schwarzen Lochs über der Lichtgeschwindigkeit, daher dringt nicht einmal das Licht selbst nach außen. Schwarze Löcher sind unsichtbar, was ihnen ihren Namen gab.

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