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Genetisch verändertes Virus kann Leben Krebskranker verlängern

Genetisch verändertes Virus kann Leben Krebskranker verlängern

10.02.2013, 19:21 Uhr | AFP

Genetisch verändertes Virus kann Leben Krebskranker verlängern. Forscher haben mit einem modifizierten Virus angeblich gute Erfolge bei der Krebstherapie erzielt (Symbolbild) (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Forscher haben mit einem modifizierten Virus angeblich gute Erfolge bei der Krebstherapie erzielt (Symbolbild) (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Ein genetisch verändertes Virus kann die Lebenserwartung von Leberkrebs-Patienten deutlich verlängern. 16 Patienten, die vier Wochen lang mit hohen Dosen des modifizierten Virus behandelt worden seien, hätten im Durchschnitt noch 14,1 Monate lang gelebt.

14 Leberkrebs-Patienten einer Vergleichsgruppe, die nur niedrige Dosen des Wirkstoffs Pexa-Vec oder JX-594 erhielten, lebten hingegen nur noch 6,7 Monate, heißt es in der jüngsten Ausgabe des Magazins "Nature Medicine".

Hoffnung auf bessere Behandlungsmöglichkeiten

"Erstmals in der Medizingeschichte haben wir bewiesen, dass ein genetisch verändertes Virus die Lebenserwartung von Krebspatienten erhöhen kann", sagte Mitautor David Kirn vom kalifornischen Biotherapie-Unternehmen Jennerex. Es bestehe die Hoffnung auf bessere Behandlungsmöglichkeiten bei fortgeschrittenen, massiven Tumoren. Pexa-Vec könnte Tumoren abtöten und die Entstehung neuer verhindern.

"Trotz Fortschritten bei der Krebstherapie in den vergangenen 30 Jahren mit Chemotherapie und biologischen Wirkstoffen bleiben die meisten massiven Tumoren unheilbar, wenn sie erst einmal metastasieren", schreiben die Autoren der Studie. Deswegen würden wirksamere Immuntherapien benötigt. Pexa-Vec sei so konzipiert, dass es sich in Krebszellen vermehre und diese schließlich zerstöre. Zusätzlich bringe das Virus das Immunsystem des Patienten dazu, die Krebszellen ebenfalls anzugreifen.

Tumor verkleinerte sich

Sowohl bei einer niedrigen als auch bei einer hohen Dosis Pexa-Vec war den Wissenschaftlern zufolge festzustellen, dass der Tumor sich verkleinerte und der Blutzufluss zu der Geschwulst abnahm. Pexa-Vec wird aus dem Vaccinia-Virus hergestellt, das lange bei der Pockenimpfung eingesetzt wurde. Der Wirkstoff wird laut Studie gut vertragen. Alle Patienten hätten ein bis zwei Tage grippeähnliche Symptome gehabt, einer habe allerdings unter Übelkeit und Erbrechen gelitten. In einer breiter angelegten Studie sollen die Ergebnisse überprüft werden. Eine Testreihe mit 120 Patienten wurde eingeleitet.

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