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El Salvador: Drama um Kaiserschnitt-Geburt

Drama um Kaiserschnitt-Geburt

04.06.2013, 08:33 Uhr | dpa, AFP

In El Salvador hat eine chronisch kranke Frau nach dem Verbot einer medizinisch indizierten Abtreibung per Kaiserschnitt ein stark behindertes Kind zur Welt gebracht. Das Kind sei jedoch kurz nach der Geburt im Brutkasten gestorben, sagte die Gesundheitsministerin des mittelamerikanischen Landes, Maria Isabel Rodriguez.

"Wir wurden darüber informiert, dass es Beatriz gut geht, sie hat eine kleine Tochter geboren, uns aber auch gesagt, dass es sehr schwer war, sie anzusehen", sagte Morena Herrera von der Frauenrechtsorganisation ACDATEE. Das Kind hatte nach vorgeburtlichen Untersuchungen kein Gehirn oder nur Teile davon.

Oberste Gericht verbot eine Abtreibung

Die 22-jährige Mutter, deren richtiger Name von den Medien verschwiegen und daher Beatriz genannt wird, hat bereits einen einjährigen Sohn und leidet unter einer Autoimmunerkrankung. In der 13. Schwangerschaftswoche wurde bei ihrem Kind Anenzephalie festgestellt, das Fehlen des Gehirns.

Wegen dieser Diagnose und ihrer eigenen Krankheit beantragte die Frau die Genehmigung, den Fötus abzutreiben. Das Oberste Gericht entschied jedoch, dass die Rechte der Mutter nicht über denen des Kinds stehen dürften. Die Richter erinnerten daran, dass die Verfassung von El Salvador Abtreibung verbietet.

Erhebliches Aufsehen in der Öffentlichkeit

Der Interamerikanische Gerichtshof für Menschenrechte hatte El Salvador zuvor aufgefordert, alle notwendigen Maßnahmen zu treffen, um das Leben der jungen Frau zu schützen. Die Schwangerschaft gefährde ihr Leben, erklärte das Gericht. Der Fall sorgte in der Öffentlichkeit in El Salvador für erhebliches Aufsehen.


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