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Klimawandel: Forscher enträtseln Geheimnis Extremer Wetterlagen

Klimawandel  

Forscher enträtseln Extremwetterlagen

18.08.2014, 15:53 Uhr | Rebecca Krizak, dpa

Klimawandel: Forscher enträtseln Geheimnis Extremer Wetterlagen. Zugefroren: Die Niagara-Fälle sind aufgrund extremer Klimaveränderungen von Eis bedeckt. (Quelle: Reuters)

Zugefroren: Die Niagara-Fälle sind aufgrund extremer Klimaveränderungen von Eis bedeckt. (Quelle: Reuters)

Kältewellen in den USA, Überschwemmungen in Deutschland und Waldbrände in Russland - extreme Wetterlagen nehmen seit Jahren zu. Nun wollen Forscher die Gründe dafür gefunden haben.

Das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) hat in einer Mitte August veröffentlichten Studie einen Mechanismus entdeckt, der die Zunahme extremer Wetterphänomene erklären soll: Immer häufiger ziehen Höhenwinde in der Atmosphäre die immer gleiche Schleife, anstatt - wie eigentlich üblich - bei ihrem Weg um den Globus die Bahnen zu ändern. Das berichten die Wissenschaftler in der Zeitschrift "Proceedings of the National Academy of Sciences" (PNAS).

Extreme Wetterlagen in 30 Jahren verdoppelt

Das Problem: Wenn sich die Zugbahn der sogenannten Jetstreams nicht verändert, fixiert dies die Wetterlage an einer Stelle. In der Folge kommt es zu extremen Hitzewellen und Dürren oder anhaltenden Regenfällen. Global hat sich die Zahl solcher andauernden Extremwetterlagen in den letzten 30 Jahren verdoppelt, sagt Peter Höppe, Leiter der GeoRisikoForschung des Rückversicherers Munich Re.

Welchen Einfluss der Klimawandel auf die immer gleiche Bewegung des Jetstreams hat, ist demnach unklar. Die PIK-Forscher sehen einen Zusammenhang. "Allerdings ist das bislang nur eine Hypothese, die zwar plausibel erscheint, aber keineswegs gesichert ist", kommentiert Höppe die Studie.

Temperaturunterschied nimmt ab

Weil Treibhausgase für eine Erwärmung der Arktis sorgen, schmelzen Schnee- und Eisflächen. Helle Flächen, die Sonnenstrahlung zum Großteil reflektieren, verschwinden, und die dunkleren Flächen erwärmen sich schneller durch die erhöhte Strahlungsabsorption. Der Temperaturunterschied zwischen Nord und Süd nimmt deshalb ab. Doch genau dieser Unterschied ist es, der den Starkwind normalerweise antreibt. "Die Erwärmung der Arktis und die immer häufigere langanhaltende Konstanz der Bahn der Höhenwinde korrelieren. Ob sie tatsächlich auch kausal zusammenhängen, muss noch bewiesen werden", meint Höppe.

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