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Nasa-Sonde "Dawn" schreibt Geschichte und umkreist Zwergplanet Ceres

"Dawn" umkreist Zwergplanet Ceres  

Nasa-Sonde schreibt Geschichte

07.03.2015, 08:42 Uhr | AFP

Nasa-Sonde "Dawn" schreibt Geschichte und umkreist Zwergplanet Ceres . Nach acht Jahren Flug und fast fünf Milliarden zurückgelegten Kilometern ist jetzt Zwergplanet Ceres erreicht.  (Quelle: Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung/NASA/dpa)

Nach acht Jahren Flug und fast fünf Milliarden zurückgelegten Kilometern ist jetzt Zwergplanet Ceres erreicht. (Quelle: Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung/NASA/dpa)

Siebeneinhalb Jahre nach ihrem Start und nach fast fünf Milliarden geflogenen Kilometern ist die Nasa-Raumsonde "Dawn" in eine Umlaufbahn um den Zwergplaneten Ceres eingeschwenkt. Die mit einer deutschen Kamera ausgestattete Forschungssonde wurde planmäßig vom Schwerefeld des eisigen Zwergplaneten eingefangen. "Dawn" ist die erste Sonde überhaupt, die einen Zwergplaneten besucht.

Mit Ceres trifft "Dawn" (englisch "Morgendämmerung") auf den größten Himmelskörper im Asteroidengürtel zwischen den Planeten Mars und Jupiter. Die Erforschung des geheimnisvollen Zwergplaneten mit 950 Kilometern Durchmesser soll Aufschluss über die Entstehung unseres Planetensystems vor viereinhalb Milliarden Jahren geben.

Seither hat Ceres sich kaum verändert: Der 1801 entdeckte und nach der römischen Göttin des Ackerbaus benannte Himmelskörper blieb in der Frühphase seiner Entwicklung stecken.

Ozean unter der Planetenoberfläche?

Ceres ist die zweite Station der 2007 gestarteten "Dawn"-Mission. Im Juli 2011 hatte die Nasa-Sonde den Asteroiden Vesta erreicht, den sie bis September 2012 umkreiste. 16 Monate lang soll "Dawn" nun Ceres umkreisen. Der kugelrunde Zwergplanet ist für die Forscher besonders spannend, weil sie unter seiner Kruste einen Ozean vermuten.

Mehr als 500 Millionen Kilometer von der Erde entfernt hatte die deutsche Bordkamera von "Dawn" bereits beim Anflug auf Ceres detailreiche Bilder der Oberfläche des Zwergplaneten aufgenommen. Die Bilder zeigen zahlreiche Krater und vereinzelte helle Flecken, deren Natur noch ungeklärt ist.

Bilder erst wieder im April

Die Wissenschaftler des Göttinger Max-Planck-Instituts haben das Kamerasystem der Sonde mitentwickelt. Damit sollen unter anderem Farbkarten von Ceres erstellt werden. Auf die nächsten Bilder von Ceres wird das Forscherteam allerdings noch ein paar Wochen warten müssen. Da "Dawn" von der sonnenabgewandten Seite in eine Umlaufbahn um Ceres eintrat, blickt das Kamerasystem derzeit auf die Seite des Zwergplaneten, die im Dunkel liegt.

Die nächsten Bilder werden erst ab Mitte April erwartet.

Geleitet wird die "Dawn"-Mission vom Jet Propulsion Laboratory der US-Weltraumbehörde Nasa. Das Kamerasystem an Bord der Sonde wurde unter Leitung des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung (MPS) in Zusammenarbeit mit dem DLR-Institut für Planetenforschung und dem Institut für Datentechnik und Kommunikationsnetze in Braunschweig entwickelt und gebaut.

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