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Expedition der Nasa-Sonde "Messenger": Aufprall auf dem Merkur

Nasa-Sonde abgestürzt  

"Messenger" auf dem Merkur zerschellt

01.05.2015, 08:38 Uhr | dpa, AP

Expedition der Nasa-Sonde "Messenger": Aufprall auf dem Merkur. Die Nasa-Sonde "Messenger" ist nach erfolgreicher Mission auf den Planeten Merkur gestürzt. (Quelle: Nasa / John-Hopkins-University / Applied Physics Laboratory / Carnegie-Institution of Washington)

Die Nasa-Sonde "Messenger" ist nach erfolgreicher Mission auf den Planeten Merkur gestürzt. (Quelle: Nasa / John-Hopkins-University / Applied Physics Laboratory / Carnegie-Institution of Washington)

Mit einem Sturz auf den Merkur ist die Reise der Nasa-Sonde "Messenger" zu Ende gegangen. Das drei Meter große Raumfahrzeug ist am Abend mit einer Geschwindigkeit von mehr als 14.000 Kilometern pro Stunde auf die Oberfläche des kleinsten Planeten im Sonnensystem gekracht. Der Aufprall fand auf der erdabgewandten Seite des Merkur statt und dürfte einen etwa 16 Meter breiten Krater hinterlassen haben.

"Der Betrieb der Sonde ist vorbei, aber wir feiern 'Messenger' als eine mehr als erfolgreiche Mission", sagt Nasa-Manager John Grunsfeld. Mehr als 250.000 Fotos hatte "Messenger" in den vergangen Jahren vom Merkur geknipst und viele Terabyte an Daten gesammelt.

Ungeplant intensive Erforschung des Merkur

Die Nasa-Sonde hatte ihre Reise im August 2004 gestartet. Auf dem langen Weg durchs All passierte die Sonde zweimal die Venus und dreimal den Merkur. Dabei veränderte sie jedes Mal ihre Bahn und wurde schließlich so langsam, dass sie im März 2011 in eine Umlaufbahn um den Merkur einschwenkte.

Eigentlich sollte "Messenger" den Merkur nur einmal umrunden, doch der technische Zustand der Sonde war so gut, dass die Nasa die Mission verlängern konnte. Schließlich umkreiste der Satellit den Planeten gut vier Jahre lang und funkte bei den insgesamt rund 4000 Umrundungen unzählige Daten zur Erde.

Dadurch weiß man, dass es auf dem Merkur zahlreiche Vulkanausbrüche gab und sich gefrorenes Wasser an den Polkappen befindet. Wegen der großen Kälte schrumpft der Planet.

Sprit geht zur Neige

Doch zuletzt war der Sonde der Treibstoff ausgegangen - und weitere Kurskorrekturen waren nicht mehr möglich. Folge: "Nach zehn Jahren wird das Raumschiff sein Leben als ein weiterer Krater auf der Oberfläche des Merkur beenden", twitterte die Bodenkontrolle.

Die letzte Runde um den Planeten absolvierte "Messenger" im Tiefflug: Die Flugbahn war so niedrig, dass die Sonde Wolkenkratzer wie den neuen World Trade Center-Turm in Manhattan gestreift hätte, wenn er denn auf dem Merkur stehen würde.

"Messenger" leistete Pionierarbeit

Die Sonde, deren Name auf Deutsch Bote bedeutet und eine Abkürzung für "MErcury Surface, Space ENvironment, GEochemistry, and Ranging" ist, hat in vielerlei Hinsicht Pionierarbeit geleistet. Als sie im August 2004 vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida startete, hatte es zuvor mehr als 30 Jahre lang keine Mission zum Merkur mehr gegeben.

Und "Mariner 10", die einzige Vorläufer-Mission, hatte auch nur die Hälfte der Oberfläche des seit mehr als 3000 Jahren bekannten Merkur kartiert.

So sehr die Wissenschaftler den Verlust ihrer Sonde auch bedauern mögen - sie werden wohl noch Jahre von "Messenger" profitieren: "Es ist der Beginn einer noch längeren Mission, die darin besteht, die Daten zu analysieren, die alle wissenschaftlichen Geheimnisse von Merkur offenlegen."

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