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Nasa-Test: Riesen-Fallschirm für Mars-Missionen durchgefallen

Bemannte Mars-Missionen  

Riesen-Fallschirm im Test durchgefallen

09.06.2015, 18:47 Uhr | AFP

Nasa-Test: Riesen-Fallschirm für Mars-Missionen durchgefallen. Mit dem Low Density Supersonic Decelerator will die Nasa bemannte Mars-Landungen ermöglichen. (Quelle: REUTERS / NASA / JPL-Caltech / Handout)

Mit dem Low Density Supersonic Decelerator will die Nasa bemannte Mars-Landungen ermöglichen. (Quelle: REUTERS / NASA / JPL-Caltech / Handout)

Wie sollen bemannte Mars-Missionen ablaufen? Die US-Weltraumbehörde Nasa hat zur Vorbereitung künftiger Landungen auf dem roten Planeten zum zweiten Mal eine Art "fliegende Untertasse" mit einem riesigen Lande-Fallschirm getestet. Allerdings gab es erneut Probleme.

Nach mehrtägiger wetterbedingter Verzögerung startete von einem Militärstützpunkt im US-Bundesstaat Hawaii ein riesiger Heliumballon mit dem neuartigen Gefährt. Nach drei Stunden Fahrt wurde die drei Tonnen schwere "Untertasse" entkoppelt und von einer Rakete in eine Höhe von knapp 55 Kilometern über dem Pazifik gebracht. Danach sollte das Gefährt dank des bislang größten Fallschirms heil zur Erde zurückkehren. Der Fallschirm von 30 Metern Durchmesser öffnete sich allerdings nicht vollständig.

Die Nasa wollte sich erst nach der Auswertung des Flugdatenschreibers eingehender zu dem Test äußern. Der erste Test hatte vor knapp einem Jahr stattgefunden. Damals zerriss der Fallschirm in Fetzen, so dass das Gefährt ins Meer stürzte. In der Zwischenzeit modifizierte die NASA den Fallschirm.

Nächster Test erst 2016

Nach Angaben der Nasa handelte es sich um den "größten jemals eingesetzten Fallschirm". Der Monsterschirm der neuen Generation Supersonic Ringsail Parachute musste ein Gewicht von 3088 Kilogramm bewältigen - so viel wiegt die "fliegende Untertasse". Er könnte aber den Angaben zufolge sogar noch größere Lasten sanft zu Boden gleiten lassen.

Da die Atmosphäre des Mars sehr dünn ist, müssen Fallschirme, die die Landung von Raumfahrzeugen ermöglichen sollen, besonders stark sein. Ein dritter Test ist für den Sommer 2016 geplant.

Glas-Ablagerungen gefunden

Um die Beschaffenheit des Planeten ranken sich derweil neue Spekulationen, denn auf dem Mars sind Ablagerungen von Glas gefunden worden. Es sei wohl in mehreren Kratern durch die Hitze beim Einschlag kosmischer Brocken entstanden, berichtet die Nasa. Aufgespürt wurden die Ablagerungen mit dem "Mars Reconnaissance Orbiter" (MRO). Die Sonde, die den roten Planeten seit 2006 umrundet, hat die besonderen Lichtreflexionen auf der Marsoberfläche identifiziert und vermessen.

Die Forscher hoffen, dass in dem Glas Spuren von früherem Leben auf dem Mars konserviert sein könnten. Künftige Missionen könnten die Krater genauer ins Visier nehmen, so die Nasa.

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