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New Horizons schickt spektakuläre neue Bilder von Pluto

"New Horizons"-Sonde  

Spektakuläre neue Bilder von Pluto

22.07.2015, 09:36 Uhr | dpa

New Horizons schickt spektakuläre neue Bilder von Pluto. Die neuen Bilder von "New Horizons" zeigen Pluto in bislang nie gesehener Weise. (Quelle: NASA-JHUAPL-SwRI/dpa)

Die neuen Bilder von "New Horizons" zeigen Pluto in bislang nie gesehener Weise. (Quelle: NASA-JHUAPL-SwRI/dpa)

Eisige Berge, kilometertiefe Gräben und mysteriöse Schatten: Noch nie zuvor war das Ende unseres Sonnensystem so greifbar nah. Die Nasa hat die ersten hochauflösenden Fotos von Pluto veröffentlicht - geschossen von der Raumsonde "New Horizons", die vor zwei Tagen als erster irdischer Flugkörper ganz nah am fünf Milliarden Kilometer entfernten Zwergplaneten vorbeigeflogen war.

"Ich bin völlig überrascht", sagte Nasa-Manager Alan Stern bei einer Pressekonferenz. Die faszinierenden Bilder gewähren einen noch nie dagewesenen Blick auf Plutos Oberfläche. Sie zeigen Krater und bis zu 3500 Meter hohe, eisige Berge.

"Hat uns völlig vom Hocker gerissen" 

"New Horizons" hat auch Plutos Monde Charon und Hydra fotografiert. Besonders die Bilder von Charon hat die Wissenschaftler "völlig vom Hocker gerissen", wie Nasa-Mitarbeiterin Cathy Holkin sagte.

Auf den Bildern sind ebenfalls hohe Berge und zudem kilometertiefe Gräben zu sehen. Der Mond hat außerdem eine sehr dunkle Stelle, deren Entstehung sich die Wissenschaftler noch nicht erklären können.

Über neun Jahre unterwegs

Mehr als neun Jahre dauerte die Reise von der am 19. Januar 2006 gestarteten "New Horizons", bevor sie am Dienstag ganz nah an Pluto vorbeiflog. Die 500 Kilogramm schwere Sonde näherte sich dem Himmelskörper auf rund 12.000 Kilometer und untersuchte ihn mit sieben wissenschaftlichen Instrumenten, während sie mit 50.000 Kilometern pro Stunde vorbeiraste. Insgesamt wird es nach Angaben der Nasa 16 Monate dauern, bis alle von der Sonde gesammelten Daten zur Erde gesendet sind.

Bislang hatten Forscher nur bruchstückhaftes Wissen über Pluto, das vor allem von Bildern des Hubble-Weltraumteleskops stammt. Pluto hat fünf Monde und sein Abstand zur Sonne ist im Mittel 40 Mal so groß wie die Entfernung der Erde zu Sonne. Er wurde vor 85 Jahren vom US-Astronomen Clyde Tombaugh entdeckt.

Alles andere als hochauflösend: Aufnahmen von Pluto und seinen Monden, geschossen vom Hubble-Teleskop in den Jahren 2002 und 2005. (Quelle: dpa)Alles andere als hochauflösend: Aufnahmen von Pluto und seinen Monden, geschossen vom Hubble-Teleskop in den Jahren 2002 und 2005. (Quelle: dpa)

Pluto soll kartographiert werden

Der etwa minus 230 Grad kalte Pluto ist eine Art Eiszwerg, wie sie zu Zigtausenden bei der Entstehung des Sonnensystems übrig geblieben sind und seitdem den sogenannten Kuipergürtel bilden.

Der Winzling, der mit einem Durchmesser von etwa 2300 Kilometern kleiner als der Erdenmond (3500 Kilometer) ist, soll nun erstmals kartographiert werden. An dem Projekt sind auch deutsche Wissenschaftler beteiligt.

US-Präsident Obama lobte die 700 Millionen Dollar teure Mission bei Twitter als "großen Tag für Entdeckungen und amerikanische Führungsstärke". Nasa-Chef Chales Biolden sprach von einem "unglaublichen Meilenstein".

Die Reise ist noch nicht zu Ende

Nach dem Pluto-Besuch soll "New Horizons", die unter anderem zwei US-Münzen und einen kleinen Haufen Asche des 1997 gestorbenen Pluto-Entdeckers Tombaugh an Bord hat, nun noch tiefer in den Kuipergürtel hineinfliegen. Wie und wohin die Sonde genau gelangen soll, beraten die Nasa-Wissenschaftler noch.

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