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Astronomie: Forscher entdecken "potenziell bewohnbare" Planeten

Bald Nachweis über außerirdisches Leben?  

Forscher entdecken drei bewohnbare Planeten

03.05.2016, 18:42 Uhr | Marlowe Hood, AFP

Astronomie: Forscher entdecken "potenziell bewohnbare" Planeten. Künstlerische Darstellung des Sterns Trappist 1 und seiner Planeten. (Quelle: eso/M.Kommesser)

Die künstlerische Darstellung zeigt den Zwergstern Trappist-1 mit seinen Planeten. (Quelle: eso/M.Kommesser)

Gelingt der Nachweis für außerirdisches Leben noch in dieser Generation? Astronomen haben drei besonders vielversprechende Himmelskörper ins Visier genommen. Nach Einschätzung der Forscher seien sie "potenziell bewohnbar".

In einer Entfernung von 39 Lichtjahren zur Erde entdeckte ein internationales Forscherteam ein Planetensystem, das die richtigen Voraussetzungen für die Entstehung von Leben aufweisen könnte: gemäßigte Temperaturen, flüssiges Wasser und eine erdähnliche Größe. Die Autoren veröffentlichten ihre Studie nun im Fachmagazin "Nature".

Die drei Planeten seien "potenziell bewohnbar", sagte Hauptautor Michael Gillon. Die Entdeckung eröffne gänzlich neue "Jagdreviere" auf der Suche nach außerirdischem Leben.

Nachweis "noch in unserer Generation"

Autor Julien de Wit von der US-Hochschule MIT geht davon aus, dass "noch in unserer Generation" nachgewiesen wird, ob es dort tatsächlich Leben gibt. Er bezeichnete die Entdeckung als einen "Hauptgewinn in unserem Bereich".

Konditionen stimmen Forscher optimistisch

Ihre bisherigen Erkenntnisse über das Planetentrio bewerten die Wissenschaftler als vielversprechend. Die Planeten kreisen um einen Zwergstern, der etwa ein Achtel der Größe unserer Sonne hat, aber deutlich kühler ist. Ihre Entfernung zu dem Zentralgestirn könnte in genau jener klein bemessenen Zone liegen, die Leben denkbar macht: Sie sind von ihrer Sonne weit genug weg, um nicht alles Wasser verdampfen zu lassen - sind ihr zugleich aber nahe genug, um die richtigen Temperaturen für Wasser in flüssiger Form zu bieten.

Besonders hoffnungsvoll stimmt die Autoren, dass die drei Planeten nahe genug an der Erde seien, um sie mit bereits vorhandener Technik zu untersuchen. Sie wollen beispielsweise herausfinden, ob diese Planeten eine Atmosphäre besitzen. 

Entdeckung erfolgte mit kleinem Teleskop

Aufgespürt haben die Wissenschaftler die Planeten mit einem vergleichsweise kleinen Teleskop, dem 60-Zentimeter-Infrarot-Gerät "Trappist" in Chile. Sie beobachteten das Zentralgestirn des Systems über Monate hinweg.

Forschern gelang indirekter Nachweis der Planeten

Aus der Tatsache, dass sich die Lichtabstrahlung in regelmäßigen Abständen vorübergehend verringerte, schlossen sie, dass sich Planeten in einer Umlaufbahn um den Stern befinden. Die Planeten verringern die messbare Lichtabstrahlung jedes mal dann, wenn sie sich zwischen Stern und Teleskop schieben.

Dem Stern gab das Forscherteam den Namen "Trappist-1". Weitere Informationen trugen sie auf der Internetseite www.trappist.one zusammen.

Erfolgreiche Suche nach der Nadel im Heuhaufen

Für die Astronomen war die Entdeckung wie die erfolgreiche Suche nach einer Stecknadel im Heuhaufen. Ein Planetensystem nach dem anderen hätten sie beobachtet, und "bei diesem einen hat es sich ausgezahlt", sagte de Wit. Hochgerechnet auf die gesamte Galaxis gehen die Wissenschaftler aber davon aus, dass es noch etliche solcher potenziell bewohnbaren Welten gibt.

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