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Starke Sommerschmelze: Arktisches Meereis schrumpft unaufhaltsam weiter

Starke Sommerschmelze  

Arktisches Meereis schrumpft unaufhaltsam weiter

13.09.2018, 17:24 Uhr | dpa

Starke Sommerschmelze: Arktisches Meereis schrumpft unaufhaltsam weiter. Wissenschaftler des deutschen Alfred-Wegener-Instituts in der Nähe der Forschungsstation Kings Bay auf Spitzbergen.

Wissenschaftler des deutschen Alfred-Wegener-Instituts in der Nähe der Forschungsstation Kings Bay auf Spitzbergen. Foto: Jens Büttner/Archiv. (Quelle: dpa)

Bremerhaven (dpa) - Das arktische Meereis geht weiter zurück. Polar- und Meeresforscher aus Bremen und Bremerhaven gehen davon aus, dass die eisbedeckte Fläche im September rund 300.000 Quadratkilometer kleiner ist als im gleichen Monat 2017.

Das teilten das Alfred-Wegener-Institut (AWI) in Bremerhaven und die Universität Bremen mit. Die Eisdecke werde mit Ende der Sommerschmelze voraussichtlich auf eine Fläche von 4,4 Millionen Quadratkilometer zurückgehen.

"Das aktuelle Ergebnis bestätigt den besorgniserregenden Abnahmetrend des Meereises in der Arktis, den wir nun schon seit mehr als einem Jahrzehnt beobachten", sagte der Leiter des AWI-Bereichs Meereis-Physik, Christian Haas. Die aktuellen Eiskonzentrationskarten zeigten, dass sich das arktische Meereis in diesem Sommer vor allem im ostatlantischen Sektor und in den russischen Schelfmeeren weit Richtung Norden zurückgezogen habe.

Eine andere Entwicklung stellten die Forscher in der kanadischen Beaufortsee und dem östlich angrenzenden Kanadischen Archipel mit der Nordwestpassage fest. Dort gibt es zum Ende dieses Sommers mehr Eis als in den vergangenen Jahren.

Als Gründe nannten die Wissenschaftler ein langanhaltendes Hochdruckgebiet, das die Oberflächenströmung des Beaufort-Wirbels antreibt. "Dadurch wurde in den zurückliegenden Monaten dickes, mehrjähriges Eis von Norden in die Beaufortsee transportiert. Gleichzeitig war die Luft über dem Kanadischen Archipel im August bis zu vier Grad kälter als im langjährigen Monatsdurchschnitt. In dieser Region dürfte demzufolge weniger Eis geschmolzen sein", erklärten die beiden Forschungseinrichtungen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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