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Siebenjährige Reise: Europäische Sonde BepiColombo fliegt zum Merkur

Siebenjährige Reise  

Europäische Sonde BepiColombo fliegt zum Merkur

19.10.2018, 14:33 Uhr | dpa

Siebenjährige Reise: Europäische Sonde BepiColombo fliegt zum Merkur. Eine grafische Darstellung zeigt die Sonde BepiColombo im Anflug auf den Merkur.

Eine grafische Darstellung zeigt die Sonde BepiColombo im Anflug auf den Merkur. Foto: ESA/ATG medialab; Mercury: NASA/JPL. (Quelle: dpa)

Darmstadt/Kourou (dpa) - Der sonnennächste Planet Merkur birgt viele Geheimnisse. Um einige davon zu lüften, soll Samstagfrüh (3.45 Uhr MESZ) die Sonde BepiColombo vom Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana zum Merkur starten.

"Der Merkur kann uns vermutlich ein paar Dinge erzählen, auch über unser Sonnensystem, die wir noch nicht wissen", sagte Johann-Dietrich Wörner, Chef der Europäischen Weltraumorganisation Esa, der Deutschen Presse-Agentur. Bei der Erkundung der Venus sei keiner darauf gefasst gewesen, dort einen Klimawandel, einen extremen Treibhauseffekt, zu entdecken. Die Mission zum Merkur sei anspruchsvoll: "Es ist eine der Missionen der Esa mit besonders hohem Schwierigkeitsgrad."

"Die erste Stunde nach dem Start ist am riskantesten", sagte der Flugdirektor für BepiColombo und Leiter der Esa-Abteilung für interplanetare Missionen, Andrea Accomazzo. Die Sonnenpanele müssen nach dem Start rasch ausgefahren werden. Auch in den folgenden 47 Stunden müsse das Raumflugkontrollzentrum in Darmstadt sehr schnell reagieren, wenn etwas schief läuft. Die erste größere Hürde ist nach drei Tagen geschafft.

Die Reise der europäisch-japanischen Sonde bis zur Ziel-Umlaufbahn des Merkurs soll sieben Jahre dauern, bevor die Forschung am Planeten beginnen kann. Esa-Chef Wörner beziffert die Gesamtkosten der Mission BepiColombo inklusive Entwicklung und Betrieb auf über 2 Milliarden Euro. Davon trägt die Esa 1,5 Milliarden Euro. "Es wird dann unter Umständen am Ende noch etwas dazukommen, wenn wir feststellen, das Ding funktioniert noch prima, und es gibt etwas, das wir uns genauer angucken wollen", sagte Wörner.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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