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Coronavirus - Immunologe: "Die größte Gefahr ist der Atem anderer Menschen"

Immunologe zum Coronavirus  

"Die größte Gefahr ist der Atem anderer Menschen"

23.03.2020, 16:28 Uhr | Ursula Weidenfeld, Marc Krüger

Coronavirus - Immunologe: "Die größte Gefahr ist der Atem anderer Menschen". Immunologe Andreas Radbruch: "Das A und O ist praktisch die Vermeidung des Kontakts zu dem Virus." (Quelle: imago images)

Immunologe Andreas Radbruch: "Das A und O ist praktisch die Vermeidung des Kontakts zu dem Virus." (Quelle: imago images)

Die größte Ansteckungsgefahr beim Coronavirus geht vom Atem anderer Menschen aus. Warum es auch junge Leute schwer treffen kann, erklärt der Immunologe Andreas Radbruch.

Auch junge Leute können schwer an der Lungenkrankheit Covid-19 erkranken. Davor hat Andreas Radbruch, wissenschaftlicher Direktor des Deutschen Rheuma-Forschungszentrums, im t-online.de-Podcast "Tonspur Wissen" gewarnt.

Bei den Unter-40-Jährigen etwa liege die Sterblichkeit bei 0,2 Prozent, zumindest in China. Sogenannte Corona-Partys, zu denen sich Jugendliche trotz Warnungen getroffen haben, nannte Radbruch deshalb eine "ganz schlechte Idee": "Würden Sie zu so einer Feier gehen, wenn Sie wüssten, dass jeder Fünfhundertste in einer Woche nicht mehr lebt?"

Im Gespräch mit der Journalistin Ursula Weidenfeld sagte Radbruch weiter, dass das Vermeiden von Kontakten für eine möglichst lange Zeit aus seiner Sicht das beste Mittel sei, um gut durch die Pandemie zu kommen: "Das Gefährlichste ist ja offenbar der direkte Kontakt zum Gegenüber, zum Atemnebel von anderen Menschen."

So reagiert der Körper auf die Corona-Infektion

Ist der Körper mit dem Coronavirus infiziert, können nach Aussage des Immunologen drei Schwierigkeiten auftreten. Einerseits könne die Lungenkrankheit schwer verlaufen, weil der Patient schon zuvor Probleme mit der Lunge gehabt habe, zum Beispiel durch Rauchen, frühere Lungenentzündungen oder Asthma. Zum anderen könnte das Immunsystem zu stark reagieren und damit mehr Schaden anrichten als das Virus selbst.

Drittens können laut Radbruch "auch Bakterien die Situation ausnutzen, insbesondere Lungenentzündung verursachende Bakterien, Pneumokokken also" und die Krankheit verschlimmern. Doch gegen dieses Risiko könne man impfen. Der Aufbau des Impfstoffes im Körper dauere ein oder zwei Wochen, "und das ist sicherlich wesentlich kürzer als voraussichtlich diese Pandemie noch dauert", erklärte Radbruch.

Den Podcast "Tonspur Wissen" von t-online.de und der Leibniz Gemeinschaft gibt es in allen Podcast-Apps auf Smartphones und Tablets und bei allen großen Plattformen:

Verwendete Quellen:

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