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Coronavirus: "Tee und Knoblauch schützen nicht gegen Covid-19"

PODCASTErnährungs-Experte  

"Tee und Knoblauch schützen nicht gegen das Coronavirus"

Von Ursula Weidenfeld, Marc Krüger

01.04.2020, 17:34 Uhr
Coronavirus: "Tee und Knoblauch schützen nicht gegen Covid-19". "Natürlich hängt das Immunsystem von unserer Ernährung ab", sagt Professor Tilman Grune. (Quelle: David Ausserhofer/DIfE)

"Natürlich hängt das Immunsystem von unserer Ernährung ab", sagt Professor Tilman Grune. (Quelle: David Ausserhofer/DIfE)

Die Lungenkrankheit Covid-19 ist eine seriöse Virusinfektion – "da helfen keine Hausmittel", sagt der Ernährungs-Experte Tilman Grune im "Tonspur Wissen"-Podcast. Trotzdem gibt es Lebensmittel, die er empfehlen kann.

Knoblauch, Tee oder Johanniskraut schützen nicht gegen das Coronavirus, sagt Tilman Grune vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung in Potsdam im t-online.de-Podcast "Tonspur Wissen". Die Anfälligkeit für eine Infektion allerdings hänge vom Status des Immunsystems ab. "Eine gesunde Ernährung hilft, das Immunsystem zu stärken."

Hören Sie hier die komplette Folge:

In Zeiten des Coronavirus, in denen die Menschen Kontakte auch in Geschäften einschränken sollen, sei es nicht einfach, eine gesunde Ernährung für sich und die Familie umzusetzen. Grune rät daher, sich mit länger haltbaren Obst- und Gemüsesorten einzudecken. Dazu zählten Äpfel, Möhren und Kohlsorten sowie Nüsse und tiefgefrorenes Obst und Gemüse.

"Man soll vor allen Dingen auch auf ausreichend Ballaststoff-Zufuhr achten", erklärt Grune. Das gelinge am besten mit Vollkornbrot oder Vollkornnudeln, aber auch mit Gemüse. Ballaststoffe helfen laut dem Ernährungsforscher auch dabei, die Verdauung besser zu regeln –vor allem für diejenigen, die sich jetzt im Homeoffice weniger bewegen als sonst. 

Ernährung umstellen, aber auf den eigenen Geschmack achten

Außerdem können die Vitamine C, D und E sowie die Spurenelemente Zink und Selen das Immunsystem kurzfristig stärken: "Das hilft vielleicht nicht im Fall einer Exposition zu dem Virus, aber es kann natürlich den Krankheitsverlauf abschwächen", sagt Grune.

Wer jetzt seine Ernährung umstellen will, sollte nicht zu streng vom Speisezettel streichen: In der Regel hielten Umstellungen besser, "wenn bestimmte Geschmackspräferenzen eingehalten werden", erläutert Grune im Podcast. Zwar gelinge es Menschen, ihre Ernährung dauerhaft umzustellen. "Aber wir alle kennen auch die Aussage: So wie zu Hause in der Kindheit schmeckt’s am besten." Das bedeute: "Bestimmte Prägungen behalten wir vielleicht bei."
  

   
Den Podcast "Tonspur Wissen" von t-online.de und der Leibniz Gemeinschaft gibt es in allen Podcast-Apps auf Smartphones und Tablets und bei allen großen Plattformen:

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