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Coronavirus-Krise – "Ältere Leute kommen besser mit der Situation zurecht"

PODCASTPsychologin zu Corona-Folgen  

"Ältere Leute kommen besser mit der Situation zurecht"

Von Ursula Weidenfeld, Marc Krüger

06.04.2020, 18:17 Uhr
Coronavirus-Krise – "Ältere Leute kommen besser mit der Situation zurecht". Abstand halten, Zuhause bleiben, Kontakte einschränken: das eingeschränkte Leben zu Corona-Zeiten belastet vor allem jüngere Menschen. (Quelle: imago images)

Abstand halten, Zuhause bleiben, Kontakte einschränken: das eingeschränkte Leben zu Corona-Zeiten belastet vor allem jüngere Menschen. (Quelle: imago images)

Jede Woche befragt Cornelia Betsch von der Uni Erfurt, wie es den Deutschen mit der Corona-Pandemie geht. Ein Ergebnis: Obwohl Ältere gefährdeter sind, leiden Jüngere mehr unter der Situation.

Ältere Menschen gehen mit der Corona-Krise weniger gestresst, aber auch sorgloser um. Das sagt die Psychologin Cornelia Betsch von der Universität Erfurt im t-online.de-Podcast "Tonspur Wissen". Hören Sie hier die komplette Folge:

Betsch befragt die Deutschen wöchentlich, wie es ihnen in der aktuellen Coronavirus-Pandemie geht. "Und da sehen wir schon, dass jüngere Leute im Moment sehr gestresst sind von dieser Situation. Ältere Leute kommen damit ein bisschen besser zurecht", sagt sie.

Leben auf der Überholspur oder im Schritttempo

Ein Grund: Ältere würden die Welt in der Regel ohnehin positiver als Jüngere sehen. Doch hätten sie auch schon häufiger schwierige Situationen erlebt – einige sogar noch Krieg, Hunger und Flucht – "und haben da Strategien entwickelt, damit umzugehen", erklärt Betsch. So dächten die Älteren über Covid-19: "Ach, ich werde es schon nicht kriegen."

Jüngere Menschen seien dagegen besonders belastet von den Einschränkungen wegen des Coronavirus, da sich ihr Alltag stärker geändert habe: "Weil wir von über 100 auf der Überholspur abgebremst werden. Da wirken andere Kräfte, als wenn wir aus einem Schritttempo heraus bremsen", erläutert Betsch. Die Daten zeigten auch, dass Ältere sich weniger langweilen als junge Leute.

Prof. Dr. Cornelia Betsch von der Universität Erfurt (Quelle: Marco Borggreve)Prof. Dr. Cornelia Betsch von der Universität Erfurt (Quelle: Marco Borggreve)

Insgesamt gebe es aber "ein großes Einsehen und eine große Bereitschaft, sich einzuschränken", sagt Betsch. Inzwischen werde manchen bewusst, welchem Risiko sie sich aussetzen, wenn sie zur Arbeit gehen. "Was jetzt erstmalig auftauchte, waren Leute, die denken: Mein Arbeitgeber geht nicht gut und richtig mit dieser Krise um".

Alle weiteren Podcast-Themen rund um die Folgen des Coronavirus finden Sie hier in die Übersicht.

Den Podcast "Tonspur Wissen" von t-online.de und der Leibniz Gemeinschaft gibt es in allen Podcast-Apps auf Smartphones und Tablets und bei allen großen Plattformen:

Verwendete Quellen:

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