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Coronavirus – "Chefs sollten Ziele formulieren und dann auch kontrollieren"

PODCASTArbeitspsychologe zu Homeoffice  

"Chefs sollten Ziele formulieren und dann auch kontrollieren"

Von Ursula Weidenfeld, Marc Krüger

07.04.2020, 15:36 Uhr
Coronavirus – "Chefs sollten Ziele formulieren und dann auch kontrollieren". Struktur und Vertrauen helfen bei der Arbeit im Homeoffice, aber auch Deadlines und Kontrolle. (Quelle: imago images/Thibaud Vaerman)

Struktur und Vertrauen helfen bei der Arbeit im Homeoffice, aber auch Deadlines und Kontrolle. (Quelle: Thibaud Vaerman/imago images)

Viele Berufstätige müssen momentan von zu Hause arbeiten. Das bringt gerade in Corona-Zeiten viele Probleme mit sich. Arbeitspsychologe Jan Digutsch gibt im Podcast Tipps, wie das Homeoffice am besten funktioniert.

Wer in Zeiten des Coronavirus von zu Hause aus arbeitet, sollte Routinen beibehalten und klare Absprachen treffen. Das rät der Arbeitspsychologe Jan Digutsch vom Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund im t-online.de-Podcast "Tonspur Wissen". Hören Sie hier die komplette Folge:

Beim plötzlichen Wechsel in der Corona-Krise vom Büro ins Homeoffice ist es für Arbeitgeber wie Arbeitnehmer "gut, eine gewisse Empathie zu entwickeln und ein gewisses Verständnis für beide Situationen", sagt Digutsch.

Wichtig sei vor allem Vertrauen, insbesondere vonseiten des Arbeitgebers. "Wenn ich jetzt davon ausgehe, dass meine Mitarbeiter faul sind, dann werden die nächsten Wochen und Monate natürlich schwierig für mich", erklärt Digutsch im Podcast. Hilfreich sei außerdem, wenn Mitarbeiter möglichst schon vor der Zeit im Homeoffice gewisse Spielräume gehabt hätten.

Tipps für den Arbeitsalltag zu Hause

"Aus Arbeitgeber-Sicht ist es natürlich klar, dass es jetzt in dieser Situation kein normales Homeoffice ist, sondern Kinder oder Partner zu Hause sind", sagt der Arbeitspsychologe Digutsch. Daher sollten Chefs auch klare Ziele und Deadlines formulieren und dann überprüfen, ob diese eingehalten werden. Arbeitnehmer wiederum sollten Verständnis dafür haben, dass ihre Arbeitgeber "von jetzt auf gleich" die Abläufe und auch Systeme umstrukturieren müssten, damit Heimarbeit überhaupt möglich sei.

Jan Digutsch vom Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund. (Quelle: Privat)Jan Digutsch vom Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund. (Quelle: Privat)

Der Arbeitsalltag und die Routinen im Homeoffice sollten jenen zu normalen Zeiten möglichst nahekommen, rät der Arbeitsforscher. Dabei könne es mit Blick auf Motivation und Arbeitsleistung helfen, "dass man trotzdem zu den gleichen Zeiten aufsteht, dass man sich normal anzieht, um so seinem Gehirn auch ein bisschen zu signalisieren: Ich bin jetzt im Arbeitsmodus." 

Auch der Kontakt zu Chefs und Kollegen sollte nicht wegfallen, sagt Digutsch, sei es für Absprachen und Transparenz oder auch einfach für ein gemeinsames Mittagessen per Videokonferenz.

Ruhe suchen im Wohn- oder Kinderzimmer

Ideal sei es darüber hinaus, an einem großen Bildschirm und einem passend eingestellten Schreibtisch zu arbeiten, erklärt Digutsch, "und wenn wir vor allem auch einen Raum haben, in den wir uns zurückziehen können". Das könne sowohl das Wohnzimmer als auch das Kinderzimmer sein. "Wichtig ist nur, dass wir die Ruhe bekommen, die wir auch am Arbeitsplatz haben", sagt Digutsch.

Alle weiteren Podcast-Themen rund um die Folgen des Coronavirus finden Sie hier in der Übersicht.

Den Podcast "Tonspur Wissen" von t-online.de und der Leibniz-Gemeinschaft gibt es in allen Podcast-Apps auf Smartphones und Tablets und bei allen großen Plattformen:

Verwendete Quellen:

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