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Coronavirus - "Soziale Medien sind eine Form der Stressbewältigung"

PODCASTExpertin über Corona-Folgen  

"Soziale Medien sind eine Form der Stressbewältigung"

Von Ursula Weidenfeld, Marc Krüger

07.04.2020, 20:58 Uhr
Coronavirus - "Soziale Medien sind eine Form der Stressbewältigung". Soziale Netzwerke: In Zeiten von Corona sind sie wichtig, um Beziehungen zu pflegen. (Quelle: imago images/James Warwick)

Soziale Netzwerke: In Zeiten von Corona sind sie wichtig, um Beziehungen zu pflegen. (Quelle: James Warwick/imago images)

In der Corona-Krise können Facebook, YouTube oder Instagram gegen Stress helfen, sagt Medienforscherin Sonja Utz. Fake News sind trotzdem ein Problem  besonders in einem der sozialen Netzwerke.

Soziale Medien sind gut gegen Stress und Einsamkeit in der Corona-Krise, sagt die Psychologin Sonja Utz vom Leibniz-Institut für Wissensmedien in Tübingen. Im t-online.de-Podcast "Tonspur Wissen" erklärt Utz, Facebook, Instagram und WhatsApp könnten dabei helfen, sich abzulenken oder soziale Beziehungen zu pflegen. Das gehe "fast nur noch über Medien, seitdem die meisten Leute zu Hause sitzen".

Hören Sie hier die komplette Folge:

Falsche Informationen über das Coronavirus verbreiten sich nach Aussage von Utz vor allem über WhatsApp: "Was auch daran liegt, dass man auf den WhatsApp-Gruppen weniger Kontrolle hat", erklärt die Forscherin im Podcast.

Facebook dagegen gebe sich im Moment in Sachen Fake News "sehr große Mühe, um das einzuschränken". Utz glaubt, "dass viele Leute in ihrem Social-Media-Feed auch die richtigen Informationen haben." Ein Beispiel sei #FlatteningTheCurve – unter diesem Schlagwort wird im Internet erklärt, warum es wichtig ist, die Zahl der Infektionen über einen Zeitraum gering zu halten, um das Gesundheitssystem nicht zu überfordern.

Weniger Neid-Postings

Auf Instagram verbreite sich zudem ein "Gefühl von Solidarität", sagt Utz, und zwar über Schlagworte wie #WirBleibenZuHause, aber auch über Wettbewerbe und Fitness-Videos. Da außerdem niemand aktuelle Fotos von Urlaub, Partys oder Besuchen in Restaurants posten könne, "sollte die Menge der Neid auslösenden Posts geringer werden."

​Prof. Dr. Sonja Utz vom Leibniz-Institut für Wissensmedien (Quelle: Paavo Ruch)​Prof. Dr. Sonja Utz vom Leibniz-Institut für Wissensmedien (Quelle: Paavo Ruch)

Nicht zuletzt verwendeten laut Utz die Regierung, Städte und Gemeinden die sozialen Netzwerke zur Krisenkommunikation, auch um jüngere Menschen zu erreichen. Es gebe darüber hinaus viele Initiativen auf den Plattformen, über die Menschen einander unterstützten, zum Beispiel, wenn "Nachbarn für jemanden einkaufen gehen, der eine Risikoperson ist, oder dass man versucht, die lokalen Unternehmen zu stärken."

Alle weiteren Podcast-Themen rund um die Folgen des Coronavirus finden Sie hier in der Übersicht.



Den Podcast "Tonspur Wissen" von t-online.de und der Leibniz Gemeinschaft gibt es in allen Podcast-Apps auf Smartphones und Tablets und bei allen großen Plattformen:

Verwendete Quellen:

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