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Der Sinn des Alterns: Warum Altern und Sterben unser Überleben sichern

Podcast "Tonspur Wissen"  

Warum das Altern unser Überleben sichert

Von Marc Krüger, Ursula Weidenfeld

17.11.2020, 10:27 Uhr
Der Sinn des Alterns: Warum Altern und Sterben unser Überleben sichern. Ein Seniorin blickt auf ihr Handy (Symbolbild): Der Forscher Christoph Englert misst dem Altern eine große Bedeutung bei. (Quelle: imago images/filadendron)

Ein Seniorin blickt auf ihr Handy (Symbolbild): Der Forscher Christoph Englert misst dem Altern eine große Bedeutung bei. (Quelle: filadendron/imago images)

Das Haar wird grau, das Gewebe schlaff, das Gedächtnis langsamer – mit dem Altern verbinden Menschen nicht viel Positives. Warum es trotzdem wichtig und gut ist, erklärt Altersforscher Christoph Englert im Podcast.

Auf die Frage, wie alt Menschen maximal werden können, hat Forscher Christoph Englert eine Antwort: "Nicht über 120", sagt der Leiter der Forschungsgruppe Molekulare Genetik des Alterns am Leibniz-Institut für Alternsforschung in Jena und schränkt ein: "Wir gehen heute in der Wissenschaft davon aus, dass die, die es wirklich bis 120 schaffen, in gewisser Weise genetisch privilegiert sind." Der frühere Bundeskanzler Helmut Schmidt sei ein gutes Beispiel dafür. Im Podcast "Tonspur Wissen" von t-online und der Leibniz-Gemeinschaft erklärt Englert die Mechanismen des Alterns und wagt einen Blick in die Zukunft. 

Hören Sie hier die komplette Folge "Tonspur Wissen" und abonnieren Sie den Podcast kostenlos bei Spotify oder Apple Podcasts:

Für das Altern seien im menschlichen Erbgut letztlich "vielleicht sogar einige Tausend Gene" verantwortlich. Exakte Angaben gebe es noch nicht, erklärt Englert, "weil man einfach noch zu wenig weiß, wie viele Gene das genau sind und welche Identität die einzelnen Gene haben, die bei uns Menschen zum Altern beitragen." Einen groben Orientierungsrahmen über die eigenen genetischen Voraussetzungen könne aber geben, wie alt die direkten Verwandten wie Eltern oder Großeltern geworden sind.

Christoph Englert: "Unsere Endlichkeit stachelt uns an und motiviert uns, aktiv zu werden, Dinge zu erledigen." (Quelle:  FLI/Nadine Grimm)Christoph Englert: "Unsere Endlichkeit stachelt uns an und motiviert uns, aktiv zu werden, Dinge zu erledigen." (Quelle: FLI/Nadine Grimm)

Doch auch bei idealen genetischen Voraussetzungen sei ein langes Leben natürlich nicht garantiert und auch nicht planbar. Einen Teil davon hätten Menschen durchaus in der Hand, "durch Maßnahmen, die vielen bekannt sein dürften" – dazu gehören "eine gesunde Lebensweise, Vermeidung von exzessivem Alkoholkosnum, Betätigung von Sport und Bewegung, nicht rauchen, eine vernünftige, ausgewogene Ernährung".

Die wichtige Frage nach dem Sinn des Alterns

Dass Menschen altern und auch sterben, habe eine wichtige Bedeutung, sagt Englert im Gespräch mit Moderatorin Ursula Weidenfeld. Da sich die Umwelt im Laufe von Millionen Jahren auf der Erde immer wieder verändert habe, "muss sich eine Art tatsächlich anpassen an veränderte Umweltbedingungen, wenn sie überleben will." Dafür sei aber ein Generationenwechsel unbedingt nötig, um "Mechanismen der Mutation und der Selektion" möglich zu machen.

Welche Sinnhaftigkeit Professor Englert im Altern und der Endlichkeit des Lebens außerdem noch sieht, welche ethischen Bedenken es beim Eingriff in den Alterungsprozess gibt und warum er persönlich keine Medikamente gegen das Altern nehmen würde, hören Sie in der Podcast-Folge von "Tonspur Wissen".

Den Podcast "Tonspur Wissen" von t-online und der Leibniz-Gemeinschaft gibt es in allen Podcast-Apps auf Smartphones und Tablets und bei allen großen Plattformen:

Die Spezial-Folgen von "Tonspur Wissen" zum Coronavirus finden Sie hier in der Übersicht.

Verwendete Quellen:

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