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Warum ist Mathe so unbeliebt?

Podcast "Tonspur Wissen"  

Warum ist Mathe so unbeliebt?

19.01.2021, 18:42 Uhr

. Ein Lehrer schreibt eine Funktion an die Tafel: Mathe gehört zu den sogenannten MINT-Fächern. (Quelle: imago images)

Wichtig, aber nicht beliebt: Mathe und andere Naturwissenschaften haben einen schlechten Ruf – warum eigentlich? (Quelle: imago images)

Mathe gehört zu den Standardfächern in der Schule – und gilt als besonders unbeliebt. Wie kommt das? Und wie lässt sich das ändern? Antworten gibt's im Podcast "Tonspur Wissen".

Zu Beginn der Schullaufbahn ist meist noch alles in Ordnung. Kinder in der Grundschule zeigten noch großes Interesse an den Naturwissenschaften, sagt Ilka Parchmann vom Leibniz-Wissenschaftscampus in Kiel. "Dann haben die keine Angst davor, sondern dann haben sie durchaus Spaß und Faszination an den Phänomenen, die man ihnen zeigen kann und an dem experimentellen Arbeiten", sagt die Forscherin und ergänzt: "Da ist ganz viel Neugier vorhanden." 

Hören Sie hier die komplette Folge "Tonspur Wissen" und abonnieren Sie den Podcast kostenlos bei Spotify oder Apple Podcasts:

Problematisch werde es laut der Wissenschaftlerin erst in den höheren Klassen, "weil es dann zunehmend eben theoretischer wird im Unterricht und weil die Kinder oder Jugendlichen dann vielleicht zunehmend das Gefühl haben, dass sie dieses Verständnis nicht mehr erwerben können." Im Podcast "Tonspur Wissen" von t-online und der Leibniz-Gemeinschaft, schlägt sie Lösungen für das Problem vor, macht aber auch klar, dass sich nicht nur der Schulunterricht verändern müsse.

Ilka Parchmann wirbt für Naturwissenschaften: "Man muss sehr viel Mut machen, sich an diese Fächer ranzutrauen." (Quelle: Axel Schön, Copyright: Uni Kiel)Ilka Parchmann wirbt für Naturwissenschaften: "Man muss sehr viel Mut machen, sich an diese Fächer ranzutrauen." (Quelle: Axel Schön, Copyright: Uni Kiel)

Digitales Lernen als Chance

Für die Professorin steht fest: "Hier muss man viel breiter ansetzen als nur in Fachunterricht, als nur in der Motivation an der Sache, sondern tatsächlich insgesamt die gesellschaftliche Wahrnehmung und die Wertschätzung eben genauso stärken in diesen Bereichen." Das gelte insbesondere dann, wenn man die Attraktivität der MINT-Fächer – MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik – für Mädchen und Frauen erhöhen wolle. Diesen fehle es vielfach nämlich nicht an der Kompetenz, sondern am Selbstvertrauen, einen technischen oder naturwissenschaftlichen Karriereweg einzuschlagen.

Im digitalen Lernen, das durch die Corona-Pandemie momentan stark gefördert wird, sieht Parchmann eine große Chance für die Naturwissenschaften. Denn auch wenn die Digitalisierung an vielen Schulen noch Schwierigkeiten bereite, so sehe sie bereits die Anwendungsmöglichkeiten im MINT-Bereich: "Also, wenn ich mir Moleküle angucken kann, wenn ich sie vielleicht sogar begreifen kann in einer virtuellen Welt, dann wird mir das leichter fallen, auch zu verstehen, warum diese Moleküle bestimmte Eigenschaften haben."

Warum Parchmann auch im Lernen außerhalb der Schule große Vorteile sieht und warum es wichtig ist, ein Zugehörigkeitsgefühl für Schüler und Schülerinnen zu schaffen, hören Sie in der Podcast-Folge von "Tonspur Wissen".


Den Podcast "Tonspur Wissen" von t-online und der Leibniz-Gemeinschaft gibt es in allen Podcast-Apps auf Smartphones und Tablets und bei allen großen Plattformen:

Die Spezial-Folgen von "Tonspur Wissen" zum Coronavirus finden Sie hier in der Übersicht.

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