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Forscher entdecken 1220 neue Tier- und Pflanzenarten

Forscher entdecken 1220 neue Tier- und Pflanzenarten

27.10.2010, 12:42 Uhr | dapd, AFP

Forscher entdecken 1220 neue Tier- und Pflanzenarten. Über 1200 neue Arten wurden in den letzten 10 Jahren am Amazonas entdeckt. Der WWF hat einige davon in einem Bericht vorgestellt. (Foto: WWF)

Über 1200 neue Arten wurden in den letzten 10 Jahren am Amazonas entdeckt. Der WWF hat einige davon in einem Bericht vorgestellt. (Foto: WWF)

Ob Frösche mit spektakulärem Flammenmuster auf dem Kopf, Riesenschlangen von der Länge eines Autos oder affenfressende Fische - im Durchschnitt entdecken Forscher alle drei Tage eine neue Tier- oder Pflanzenart im Amazonas-Gebiet. Allein in den vergangenen zehn Jahren konnte die Umweltschutzorganisation WWF 1220 neue Spezies verzeichnen.

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Es gebe dort eine "unglaubliche Artenvielfalt", sagte der Amazonas-Experte der Umweltschutzorganisation, Francisco Ruiz, bei der Vorstellung des WWF-Berichts im japanischen Nagoya.

Unter den zwischen 1999 und 2009 neu entdeckten Arten finden sich 637 Pflanzen, 257 Fische, 216 Amphibien, 55 Reptilien, 16 Vögel und 39 Säugetiere. Zu den aufsehenerregendsten Entdeckungen gehört dabei der Fund einer mehr als vier Meter langen Anakonda-Art. Die Riesenschlange wurde im Jahr 2005 in Bolivien entdeckt.

Welse fressen Affen

Zu den zuvor unbekannten Fischarten zählt auch ein erstmals im Jahr 2005 im Amazonas entdeckter Riesenwels. Zwei Jahre später fanden Forscher in Venezuela ein 1,5 Meter großes Exemplar, das 32 Kilogramm auf die Waage brachte. Seitdem konnten nach Angaben des WWF auch mehrere dieser Welse gefangen werden, bei denen Affenknochen in ihrem Magen gefunden wurden. Zu den 637 neu entdeckten Pflanzenarten gehören unter anderem Sonnenblumen, Efeugewächse, Lilien sowie diverse Ananasarten.

Rodungen bedrohen Amazonas-Gebiet

Der WWF nahm die Vorstellung des Berichts zum Anlass, vor der Gefährdung des Amazonas-Gebietes durch den Menschen zu warnen. In den vergangenen 50 Jahren seien bereits 17 Prozent des Amazonas-Gebietes durch Rodung und Abholzung etwa für die Viehwirtschaft oder für Palmöl-Plantagen zerstört worden - eine Fläche, zwei Mal so groß wie Spanien. Etwa 80 Prozent der im Amazonas gerodeten Waldflächen würden für die Rinderzucht genutzt. "Das Schicksal der Arten hängt davon ab, ob die Länder des Amazonas gemeinsam ihre Schutzanstrengungen verstärken", sagte Roberto Maldonado, Amazonas-Experte beim WWF Deutschland. Die Unterstützung der großen Industrienationen sei dabei unerlässlich.

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