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Präriewühlmäuse spenden gestressten Artgenossen Trost

Forscher beobachten Empathie  

Präriewühlmäuse trösten gestresste Artgenossen

22.01.2016, 12:20 Uhr | AFP

Präriewühlmäuse spenden gestressten Artgenossen Trost. Präriewühlmäuse pflegen das Fell ihrer Artgenossen länger, wenn diese verstört sind. (Quelle: dpa)

Präriewühlmäuse pflegen das Fell ihrer Artgenossen länger, wenn diese verstört sind. (Quelle: dpa)

Ist eine Präriewühlmaus gestresst, bekommt sie von nahestehenden Artgenossen besondere Aufmerksamkeit. Das haben Forscher in den USA nachgewiesen. Sie hoffen, durch die Erkenntnisse die Entstehung von Autismus und Schizophrenie beim Menschen besser zu verstehen.

Von Hunden, Delfinen und Elefanten ist bereits bekannt, dass sie Empathie zeigen können. Nun haben Wissenschaftler am Yerkes National Primate Research Centers der Emory Universität im US-Bundesstaat Georgia dies auch für Nager nachgewiesen. 

Für die Studie, die im US-Wissenschaftsmagazin "Science" veröffentlicht wurde, hatten die Forscher zusammenlebende Präriewühlmäuse getrennt und einer von ihnen leichte Elektroschocks verpasst. Danach brachten sie die Tiere wieder zusammen. Sofort habe der zurückgelassene Nager mit der Fellpflege bei seinem Artgenossen begonnen.

Dies sei nicht nur sofort erfolgt, sondern habe auch länger gedauert als die übliche Fellpflege bei Tieren, die getrennt werden, aber keinen Stress erleiden. Präriewühlmäuse, die sich nicht gekannt hätten, zeigten laut der Studie dagegen kein Mitgefühl. In weiteren Tests blockierten die Wissenschaftler das Bindungshormon Oxytocin bei Tieren, die sich kannten. Sie setzten zwar die normale Fellpflege fort, trösteten sich dann aber nicht mehr ausgiebig.

1979 Empathie bei Schimpansen nachgewiesen

Ein Ko-Autor der Studie, Larry Young, erklärte, die Ergebnisse deuteten auf eine potenzielle Rolle des Neurotransmitters Oxytocin bei der Behandlung von Autismus hin, es müsse aber noch weiter geforscht werden. Ein weiterer Ko-Autor der Studie ist Frans de Waal, der 1979 erstmals das Trösten bei Schimpansen nachgewiesen hatte.

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