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Raumfahrt: NASA will erste Mond-Kolonie errichten

Basis für Flug zum Mars  

NASA will erste Mond-Kolonie errichten

05.12.2006, 13:50 Uhr | AFP

Die US-Raumfahrtbehörde NASA will um das Jahr 2020 eine erste bemannte Station auf dem Mond errichten. Die von Sonnenkollektoren mit Energie versorgte Kolonie solle am Südpol des Erdtrabanten entstehen und nach ihrer Fertigstellung Basis zur bemannten Erforschung des Sonnensystems werden, erklärte die NASA. Die Raumfahrtorganisation will auf der Mondstation vor allem Wasserstoff und Sauerstoff herstellen, aus denen dann Wasser und Raketentreibstoff erzeugt werden. Damit soll der erste bemannte Raumflug auf den Mars vorbereitet werden.

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Zunächst unbemannte Missionen
Vor dem Bau der Station sollen zunächst unbemannte Missionen zum Mond geschickt werden. Diese sollen das Terrain erkunden und prüfen, ob dort tatsächlich die notwendigen Bodenschätze für das Projekt vorhanden sind. Zum Bau der Station sind dann jeweils rund einwöchige Missionen mit je vier Astronauten geplant. Wenn alle Wohn- und Energieerzeugungsmodule in Betrieb sind, will die NASA Missionen von bis zu einem halben Jahr zum Mond schicken.

ISS als Vorbild
Wie die Internationale Raumstation ISS soll das milliardenteure Projekt allen interessierten Raumfahrtorganisationen offenstehen. "Diese Strategie erlaubt es interessierten Ländern, ihre Kapazitäten sowie ihre finanziellen und technischen Beiträge wirksam einzusetzen", sagte die stellvertretende NASA-Chefin Shana Dale.

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ESA an Mitarbeit interessiert
Die europäische Raumfahrtagentur ESA prüft eine Beteiligung an der geplanten US-Raumstation auf dem Mond. Das Projekt interessiere die ESA im Rahmen ihrer "globalen Strategie der Planetenerforschung", sagte Piero Massima, der Leiter der ESA-Koordinationsstelle für bemannte Raumflüge und Erforschung.

Europäer wollen sich "aufpfropfen"
Europa prüfe, "wie es sich auf ein amerikanisches Mondprogramm aufpfropfen kann", sagte Massima. Die ESA arbeite mit der US-Raumfahrtbehörde NASA zusammen, um Ziele für künftige Flüge zu definieren, "die mit einer bemannten Mission zum Mond zusammenhängen". Dabei gehe es für Europa darum, Technologie beizusteuern. Massima verwies auf Robotertechnik oder Know-how zu lebenserhaltenden Systemen.

1000 Experten befragt
Die NASA hatte in den vergangenen Monaten mehr als 1000 Experten von 13 Raumfahrtorganisationen zu einer künftigen Mondmission befragt, darunter Vertreter aus China, Indien, Russland und der Ukraine, aber auch Privatunternehmen, die Raumflüge planen. Zentrale Fragen seien gewesen: "Warum kehren wir zum Mond zurück?" und "Was wollen wir tun, wenn wir dort ankommen?"

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