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USA wollen Touristenflüge ins All genehmigen

Private Raumfahrt  

USA wollen Touristenflüge ins All genehmigen

10.02.2006, 10:17 Uhr

Die Vision vom Kurzurlaub im Weltraum soll bald Wirklichkeit werden. Die USA wollen bis zum Jahr 2008 die ersten Flüge für Touristen zulassen. Angebote, die als sicher gälten, sollten schnell grünes Licht erhalten, sagte US-Verkehrsminister Norman Mineta nach einem Treffen mit Vertretern der privaten Raumfahrtbranche. Das Jahr 2008 sei als Zeitpunkt "keine Science Fiction".

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Weltraumbahnhof in New Mexico
Anwärter auf eine Lizenz ist das Unternehmen Virgin Galactic. Es hatte im Dezember mitgeteilt, dass es etwa bis zum Jahr 2010 die ersten Flüge für Weltraum-Touristen anbieten wolle. Zu diesem Zweck will die Firma des britischen Schallplatten-Milliardärs Richard Branson 200 Millionen Dollar in einen Weltraumflughafen investieren. Die Bauarbeiten in der texanischen Wüste sollen noch in diesem Jahr beginnen.

Weltraumbahnhof
Richard Branson Milliardär und Visionär

Zwei Visionäre ziehen an einem Strang
Branson entwickelt im Moment außerdem die achtsitzige Raumfähre Space Ship Two, die vom Rücken eines Flugzeugs aus ins All starten soll. Sie basiert auf demselben Prinzip wie Space Ship One, einer Konstruktion von Burt Rutan, mit der er den X-Price gewonnen hatte. Dieser Wettbewerb hatte zum Ziel, ein privat finanziertes Space Shuttle zu entwickeln, das drei Menschen in eine Höhe von 100 Kilometern transportiert. Branson und Rutan arbeiten seit Sommer letzten Jahres in einer gemeinsamen Firma, The Space Ship Company, zusammen. Das Unternehmen soll für Virgin Galactic Flugzeuge und Raumschiffe bauen. Fünf Shuttles und zwei Trägerflugzeuge sind schon bestellt.

Fotoserie

Linienflug ins All für 160.000 Euro
Die ersten privaten Raumflüge von Virgin Galactic sollen 2008 starten und voraussichtlich 200.000 Dollar (160.000 Euro) pro Person kosten. Für eine Reservierung werden zehn Prozent des Preises fällig, die bei einem Rücktritt wieder voll rückerstattet werden sollen. Das Unternehmen erhielt nach eigenen Angaben bereits rund 40.000 Bestellungen aus über 120 Ländern.

Spektakuläre Minuten
Auf seiner Internetseite erklärt die Weltraumagentur, wie sie sich einen Weltraumurlaub vorstellt: Touristen werden am Flughafen abgeholt und für sechs Tage im luxuriösen Space Resort untergebracht. Von dort fliegt täglich ein Helikopter ins Trainingszentrum, wo die Freizeitastronauten medizinisch untersucht, theoretisch geschult und auf die enorme Beschleunigung beim Raketenstart vorbereitet werden. Wie auf einem normalen Flughafen besteigen die Reisenden dann das Space Shuttle, das von einem Trägerflugzeug in 15 Kilometer Höhe gebracht wird und dann seine Raketenantriebe zündet. Mit dreifacher Schallgeschwindigkeit schießt das Gefährt dann auf eine Höhe von 100 Kilometern, wo die Touristen die Aussicht und die Schwerelosigkeit genießen können. Nach wenigen Minuten beginnt der Sinkflug.

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Weg in den Orbit ist noch weit
Der Ausflug ins All ist nur kurz, der Orbit wird nicht erreicht. Um die Erdanziehung zu überwinden und ein Fluggerät auf einer Umlaufbahn zu halten, reicht die Höhe von 100 Kilometern nicht aus. Die erdnächsten Satelliten kreisen in rund 300 Kilometern Höhe. Die Internationale Raumstation ISS ist noch weiter entfernt. Für das Einschwenken in den Orbit wäre rund 50 Mal mehr Energie notwendig als für die suborbitalen Flüge, die Branson plant.


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