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Raumfähre "Endeavour" kehrt von letzter Mission heil zurück

"Endeavour" kehrt von letzter Mission heil zurück

01.06.2011, 11:19 Uhr | AFP, dpa, dapd

Raumfähre "Endeavour" kehrt von letzter Mission heil zurück. Die "Endeavour" hat ihren letzten Flug absolviert (Foto: AP) (Quelle: AP/dpa)

Die "Endeavour" hat ihren letzten Flug absolviert (Foto: AP) (Quelle: AP/dpa)

Die US-Raumfähre "Endeavour" ist nach ihrer letzten Reise ins All zur Erde zurückgekehrt. Das Space-Shuttle landete um 8.35 Uhr (2.35 Uhr Ortszeit) auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Staat Florida. Nach der Landung waren Flammen am Heck des Shuttles zu sehen.

Ein Raumfahrtexperte sagte dem US-Nachrichtensender CNN, dass dort Treibstoffreste verbrannt seien. Dies sei normal, aber bei einer Landung am Tag meist nicht zu sehen.

Die sechsköpfige "Endeavour"-Crew war am 16. Mai zur Internationalen Weltraumstation (ISS) gestartet. Sie nahm in vier Außeneinsätzen wichtige Wartungs- und Reparaturarbeiten an der ISS vor, brachte aber auch das Alpha-Magnet-Spektrometer AMS-02 in die Umlaufbahn. Mit dem 1,5 Milliarden Euro teuren Gerät, das von rund 600 Wissenschaftlern aus 16 Ländern entwickelt wurde, soll die Zusammensetzung der kosmischen Höhenstrahlung mit bisher unerreichter Präzision vermessen werden. Im Vordergrund steht dabei die Suche nach Antimaterie.

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299 Tage im All

Die NASA hatte bereits am Ende der Reise begeistert von einer perfekten Mission gesprochen und die Verlässlichkeit der betagten "Endeavour" hervorgehoben. "Ihre Leistung war herausragend", sagte LeRoy Cain, der den Abschiedsflug von der Erde aus überwachte. Vor der Abreise hatte das Schiff noch große Probleme gemacht - der Abflug musste wegen technischer Schwierigkeiten mehrfach verschoben werden.

Die "Endeavour" ist die jüngste von insgesamt fünf für Flüge ins All eingesetzten US-Raumfähren. Sie ersetzte die 1986 explodierte "Challenger" und bestritt seit ihrem ersten Start am 7. Mai 1992 insgesamt 25 Reisen. Nach Angaben der NASA verbrachte sie 299 Tage im Weltraum und legte dabei 197,6 Millionen Kilometer zurück. Allein bei ihrer Abschiedsmission umrundete sie die Erde 248 Mal.

Jetzt startet nur noch die "Atlantis"

Vor allem für die Montage der ISS spielte die "Endeavour" eine große Rolle. Zwölf Mal dockte sie an dem Außenposten der Menschheit im All an, lieferte unter anderem im Dezember 1998 das erste amerikanische Bauteil und über die Jahre wichtige Solarkollektoren, Laborteile und Beobachtungsmodule.

Der Orbiter kommt nun wie die anderen Shuttles ins Museum, da die Raumfahrtbehörde NASA ihr Shuttle-Programm nach 30 Jahren aus Kosten- und Sicherheitsgründen einstellt. Den historischen Schlusspunkt soll der "Atlantis"-Flug am 9. Juli setzen.

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