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Deutscher Asteroiden-Lander "Mascot" startet ins Weltall

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Deutsches Landegerät ist vier Jahre unterwegs  

Asteroiden-Lander "Mascot" ist ins All gestartet

03.12.2014, 15:49 Uhr | dpa

Deutscher Asteroiden-Lander "Mascot" startet ins Weltall . Erfolgreicher Start: Die japanische Trägerrakete H-IIA befördert den Lander "Mascot" planmäßig ins All (Quelle: dpa)

Erfolgreicher Start: Die japanische Trägerrakete H-IIA befördert den Lander "Mascot" planmäßig ins All (Quelle: dpa)

Ein deutscher Asteroiden-Lander ist an Bord einer japanischen Sonde ins All gestartet. Die japanische Trägerrakete vom Typ H-IIA hob am Mittwoch planmäßig um 13.22 Uhr Ortszeit vom Raumfahrtzentrum auf der südlichen Insel Tanegashima ab. Das teilte die japanische Raumfahrtagentur Jaxa mit. Der Start sei erfolgreich verlaufen.

Der Lander "Mascot" (Mobile Asteroid Surface Scout) des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) soll nach etwa vier Jahre langem Flug den rund 300 Millionen Kilometer von der Erde entfernten Asteroiden "1999 JU3" erreichen und dort abgesetzt werden.

Forscher vermuten Wasser auf Asteroiden

Der Asteroid "1999 JU 3" gehört zu einer häufig vorkommenden Klasse von erdnahen Asteroiden. Er hat einen Durchmesser von nur etwa einem Kilometer. Teleskopmessungen von der Erde aus ließen vermuten, dass er eventuell Wasser enthalte, so die Forscher. Es bestehe die Möglichkeit, dass Asteroiden einst mit Einschlägen auf der Erde auch Wasser zu unserem Planeten gebracht haben könnten, hieß es.

Um das herauszufinden, soll das schuhkartongroße Landegerät "Mascot" an verschiedenen Orten auf dem Asteroiden Messungen vornehmen. Mit Hilfe eines eingebauten Schwungarms kann es "bis zu 70 Meter weit hüpfen".

Die Sonde "Hayabusa2" soll währenddessen im Flug Bodenproben aufnehmen. Zudem soll sie um den Asteroiden kreisen und ihn kartographieren. 2020 soll sie zur Erde zurückkehren und über einer Wüste in Australien eine Kapsel mit Proben des Asteroiden abwerfen. Bereits 2010 hatte die japanische Raumsonde "Hayabusa" erstmals Bodenproben eines Asteroiden zur Erde gebracht.

Start zweimal verschoben

Asteroiden sind Gesteinsbrocken, die um die Sonne kreisen. Sie gelten als Überreste aus der Frühzeit unseres Sonnensystems.

Der Start der Rakete war wegen ungünstigen Wetters zwei Mal verschoben worden. Nach der kürzlichen Landung des Mini-Labors "Philae" auf dem Kometen "Tschuri" sei dies "die nächste Etappe einer aufregenden Reise ins All", sagte Hansjörg Dittus, DLR-Vorstandsbeauftragter für die Raumfahrt, im Vorfeld des Starts.

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