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Whisky für die Hausbar: Whisky-Sorten im Experten-Test

Whisky kaufen: Tipps vom Experten  

Diese Whiskys dürfen in keiner Hausbar fehlen

14.08.2019, 09:12 Uhr | Frank Lansky; MoS, t-online.de

Whisky für die Hausbar: Whisky-Sorten im Experten-Test. Genuss pur: Ein Glas Single-Malt-Whisky. (Quelle: imago images/Panthermedia)

Genuss pur: Ein Glas Single-Malt-Whisky. (Quelle: Panthermedia/imago images)

Getreide, Wasser und Hefe – Whisky ist simpel und doch komplex im Geschmack und sollte in keiner Hausbar fehlen. Wir haben einen der Top-Experten für Whisky in Deutschland nach seinen liebsten Brennereien und Destillerien gefragt und stellen die besten Whisky-Sorten vor.

Von ganz oben im Norden, aus Jever, versorgt Jürgen Setter eine stetig wachsende Fangemeinde mit ausgewählten Whisky-Sorten. Der promovierte Chemiker doziert seit über 35 Jahren über die diversen Aromen und Geschmacksstoffe und war der Erste, der in Deutschland einen Online-Shop für Whisky ("Scoma", steht für: Scotch Malt) aufgebaut hat. Seit 1977 – und damit lange vor dem aktuellen Whisky-Trend – verschickt Setter die Spirituosen aus seinem Shop in die ganze Republik.

Ein Getränk – verschiedene Schreibweisen. Während das golden schimmernde Getränk in Schottland Whisky heißt, ist die Schreibweise in Irland und den Vereinigten Staaten Whiskey. In den USA wird auch oft von Bourbon Whiskey gesprochen. Dieser muss bei der Herstellung mindestens 51 Prozent Maismaische enthalten.

Wir wollen von Jürgen Setter wissen: Welche Destillate sollte ein Whisky-Fan in seine Sammlung edler Spirituosen aufnehmen? Welche Single Malts haben ihn selbst im unüberschaubaren Markt der Whiskys überzeugt? Die Antworten des Experten beinhalten einige Marken, die wir so nicht unbedingt auf dem Einkaufszettel hatten.

Top-Whiskys: Auchentoshan 12 Jahre

Beginnen wir mit einem der süßen Whiskys. "Der zwölfjährige Auchentoshan ist ein Klassiker aus den schottischen Lowlands", sagt Setter im Gespräch mit t-online.de. "Das Aroma trägt Spuren von Crème brulée, getragen von sanften Zitrusfrüchten, die die Nase umschmeicheln. Der Brand zeigt sich glatt im Gaumen und süß mit einem Hauch von Mandarinen und Limonen. Im Nachklang zeigt sich der Auchentoshan leicht mit deutlicher Süße." 

Setters Urteil: "Ein weicher Single Malt, besonders für Einsteiger gut geeignet." 

  • Herkunft: Schottland
  • Menge: 0,7 l
  • Alkoholgehalt: 40 % Vol.
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Top-Whiskys: Balvenie 12 Jahre Double Wood

Der zwölfjährige Balvenie ist ein Brand, der aus der Speyside in Schottland stammt und zunächst zwölf Jahre lang in Fässern aus amerikanischer Eiche reift, in denen zuvor Bourbon gelagert hat. Anschließend lagert der Whisky weitere sechs Monate in alten Sherry-Fässern.

Hier das Urteil des Experten: "Aromen: Sherry, Orangenschale. Geschmack: Sherry, Orange, Nuss, Heidekraut, Anflug von Zimt. Nachklang: lang und gut wärmend."

  • Herkunft: Schottland
  • Menge: 0,7 l
  • Alkoholgehalt: 40 % Vol.
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Top-Whiskys: Glendronach 12 Jahre

Diesen schottischen Whisky hatten wir bislang nicht auf der Einkaufsliste – der Glendronach ist in Deutschland noch weitgehend unbekannt. Der Speyside Malt reift mindestens zwölf Jahre in einer Kombination aus spanischen Pedro Ximénez- und Oloroso-Sherry-Fässern. Experte Setter sagt: "Aroma: süß, cremige Vanille, Spur von Ingwer, Herbstfrüchten und Gewürzen. Geschmack: reich, cremig, seidig und mild, reichlich Sherrysüße und Rosinen. Nachklang: lang und voll mit Anklang von nussigen Noten."

Setters Urteil: "Fruchtig mit einer schönen Sherrysüße. Ein besonders toller Malt für Frauen, aber natürlich auch für Männer."

  • Herkunft: Schottland
  • Menge: 0,7 l
  • Alkoholgehalt: 43 % Vol.
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Top-Whiskey: Bushmills 16 Jahre

Nun ein Abstecher in den Norden von Irland: Die Bushmills-Destillerie ist eine der ältesten der Welt – sie wurde im 18. Jahrhundert erstmals erwähnt, offizielles Gründungsjahr ist 1784. Eine Brennerei-Lizenz aus dem County Antrim stammt allerdings schon von 1608. Dieser Single Malt reifte 16 Jahre in drei unterschiedlichen Fasstypen – Sherry, Bourbon und Portwein. Setter konstatiert: "Aroma: Mandeln, Vanille, Eiche, Portwein. Geschmack: Honig, Nuss, geröstetes Holz, süßer Portwein. Nachklang: faszinierend lang, trocken, mit einer Weinnote und dunkler Schokolade."

Das Urteil: "Sehr weich, leicht süßlich, wunderbar auch für Frauen geeignet." 

  • Herkunft: Nordirland
  • Menge: 0,7 l
  • Alkoholgehalt: 40 % Vol.
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Top-Whiskey: Woodford Reserve

Diesen etwas fruchtigeren Whiskey hat hierzulande ebenfalls kaum jemand auf dem Schirm: Woodford Reserve. Die traditionsreiche Destillerie ist die einzige in den USA, die Bourbon im dreifachen Pot-Still-Verfahren herstellt. Das sind Brennblasen, die in einem langen Schwanenhals enden. Dadurch werden eher ölige Anteile herausgefiltert. Der Maisanteil beträgt 72 Prozent.

Experte Setter: "Aroma: sehr sanft mit Eindrücken von Karamell und Crème brulée. Geschmack: weich mit Eindrücken von Aprikosen und Kakao, gefolgt von würzig-bitteren Roggennoten. Nachklang: lang mit einem sanften Eichenholz-Finish."

  • Herkunft: USA
  • Menge: 0,7 l
  • Alkoholgehalt: 43,2 % Vol.
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Top-Whiskys: Ardbeg 10 Jahre

Nun zu einem Whisky von Islay: Die Ardbeg Destillerie rühmt sich mit ihrer Privatquelle. Das Wasser des schottischen Loch Uigeadail soll besonders weich und rein sein. Setter erklärt: "Die Gewässer dieses Sees fließen über Felsen und Torfmassen, die dem Wasser die perfekten Eigenschaften für die Herstellung von Whisky geben."

Sein Urteil: "Aromen: ausgeprägte Torfrauchnote, harmonisch, frisch. Geschmack: sanfter Beginn, dann voll und intensiv mit Noten von Phenol, Jod- und Meeresaromen. Nachklang: langer Abgang."

  • Herkunft: Schottland
  • Menge: 0,7 l
  • Alkoholgehalt: 46 % Vol.
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Top-Whiskys: Highland Park 18 Jahre

Highland Park ist die nördlichste Brennerei in Schottland auf den Orkney-Inseln, die einst von den Wikingern besiedelt wurden. Hier wird ein markanter Whisky gebrannt. Der 18-jährige Highland Park ist recht rauchig – aber noch mit leicht süßen Aromen. Setter bescheinigt diesem schottischen Whisky: "Aroma: ausgewogene, rauchige Note, süßlich, Heidekraut. Geschmack: ausgereifte, abgerundete, rauchige Süße mit vollmundigem Malzton. Nachklang: hintergründig mit einem Nachklang von Heidekraut." 

Das Urteil: "Alles in allem ein leicht rauchiger Single Malt – und ein guter Einsteiger in die Rauch-Klasse."

  • Herkunft: Schottland
  • Menge: 0,7 l
  • Alkoholgehalt: 43 % Vol.
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Ob Sie nun schottische Whiskys oder einen Whiskey aus Irland oder den USA bevorzugen, kommt allein auf Ihren persönlichen Geschmack an. Gute Brennereien finden sich in allen Regionen traditioneller Whiskyproduktion. Wir halten es mit Humphrey Bogarts (angeblich) letzten Worten: "Ich hätte nie von Scotch auf Martini umsteigen sollen."

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