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Die besten Virtual-Reality-Brillen im Überblick

Von Pappe bis Hightech  

Das sind die besten Virtual-Reality-Brillen

12.12.2018, 14:21 Uhr | Till Simon Nagel, dpa, t-online.de

Die besten Virtual-Reality-Brillen im Überblick.  Die Mirage Solo von Lenovo funktioniert ohne zusätzliche Hardware.  (Quelle: dpa/tmn/Andrea Warnecke)

Die Mirage Solo von Lenovo funktioniert ohne zusätzliche Hardware. (Quelle: Andrea Warnecke/dpa/tmn)

Mittendrin in der Action sein und nicht nur vor dem Bildschirm sitzen – das macht virtuelle Realität möglich. Mittlerweile gibt es viele Geräte, die sich Sachen in Leistung, Preis und Anwendung stark unterscheiden. Ein Überblick.

Eine Reise zu den Niagara-Fällen unternehmen oder Hochgeschwindigkeitsrennen machen – ohne viel Geld auszugeben oder das Haus zu verlassen. Dank Virtual-Reality-Brille (kurz: VR-Brille) und der entsprechenden Software ist das möglich. Doch auf dem Markt finden sich viele sehr unterschiedliche Geräte. Zum Einen VR-Headsets, in die ein kompatibles Smartphone eingesteckt wird, zum Anderen VR-Brillen, die eigenständig funktionieren. Ein Überblick.

Cardboard und Co.

Der einfachste Weg zur virtuellen Realität ist ein Smartphone mit Googles Cardboard. Das ist ein Pappschuber mit Linsen, in den das Smartphone eingelegt wird. Google hat eine Anleitung veröffentlicht, mit der jeder den Schuber selbst basteln kann. Alternativ lässt sich eine Cardboard auch für ein paar Euro kaufen, die Preise variieren. Über geeignete Apps lassen sich dann einfache VR-Anwendungen nutzen oder 360-Grad-Videos ansehen. Analyst Brian Blau vom US-Marktforschungsinstitut Gartner sieht die Pappbrille aber skeptisch: zu unbequem, zu einfach. Für den ersten Einblick taugt das günstige System aber allemal. 

Samsung Gear VR und Google Daydream VR

Deutlich ausgefeilter sind Smartphone VR-Headsets, also Brillen, in die ein Smartphone eingesteckt wird. Die bekanntesten sind die Samsung Gear VR und die Google Daydream View, die beide recht bequem zu tragen sind. Zum Betrieb ist ein aktuelles und schnelles Smartphone nötig. Samsung setzt mindestens ein Galaxy S6 voraus, Google listet mehr als zehn kompatible Geräte der Oberklasse auf. Lenovos Mirage Solo VR Headset ist ein Daydream-fähiges Gerät, das die VR-Technik bereits eingebaut hat. Samsung und Google bieten eigene App-Shops und Inhalte für die VR-Brillen. Branchenexperte Mark Sievers von der Unternehmensberatung KPMG sieht in dieser Geräteklasse derzeit das größte Potenzial – weil schon viele Nutzer kompatible Smartphones haben.

Alles in einem Oculus Go

Seit Mai 2018 hat VR-Hersteller Oculus mit der Oculus Go ein Komplettgerät im Angebot. Hier steckt die ganze Technik in einer Brille, die ohne Kabel auskommt, sich leicht einrichten und einfach bedienen lässt. Der Vorteil für Kunden: Sie brauchen kein 500 bis 800 Euro teures Smartphone – das Gerät gibt es für rund 220 bis 270 Euro, dazu einen App-Store mit diversen Spielen, Videos, interaktiven Geschichten und mehr. "Wenn Sie in die virtuelle Realität einsteigen wollen, ist Smartphone-VR oder Oculus Go eine gute Lösung", sagt Brian Blau. "Die Software ist gut, das Angebot an Apps und Inhalten ist groß und es ist nicht sehr teuer." Vor allem im Videobereich sieht er großes Potenzial für diese Geräteklasse.

Oculus GO 64 GB

  • Standalone-VR-Headset
  • mehr als 1000 Apps im Oculus-Shop
  • 64 GB Speicher für Fotos, Videos, Spiele
  • inklusive Controller, Ladekabel, Abstandhalter für Brille
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EUR 259,00

Playstation VR

Diese Lösung taugt nur für Besitzer einer Playstation 4. Die Playstation VR-Brille wird über einen Zusatzkasten mit Hardware angeschlossen. Die bunten, VR-kompatiblen "Move Motion Controller" gibt es separat zu kaufen. Mit einem Preis von rund 300 Euro ist Playstation VR eines der günstigeren Sets im Handel, außerdem ist die Brille recht bequem zu tragen. Etliche Spiele sind bereits verfügbar und weitere in Arbeit.

Windows Mixed Reality

Die VR-Technik von Microsoft markiert die Grenze zum Profi-Bereich. Wer sie nutzen will, braucht einen aktuellen Windows-10-PC und eines der Headsets, die diverse Hersteller ab etwas 300 Euro anbieten. Mixed Reality ermöglicht 360-Grad-Videos, Spiele wie zum Beispiel "Minecraft" in VR am PC – aber auch kreative Anwendungen. Mit Mixed Reality lassen sich etwa auch zusammen mit Microsofts "Paint 3D" dreidimensionale Objekte erschaffen.

Die Königsklasse

"Wenn Sie Videospieler sind und Geld kein Problem ist, entscheiden Sie sich für PC-VR", sagt Experte Brian Blau und meint die VR-Brillen Oculus Rift und HTC Vive. Hier gibt es die beste Leistung und durch ausgefeilte Controller ein Höchstmaß an Interaktivität. Nutzer brauchen zusätzlich einen leistungsstarken PC oder Laptop. Beide Modelle sind mit ihren schweren Kabeln und der dadurch begrenzten Beweglichkeit etwas sperrig. HTC bietet für mehr als 300 Euro Aufpreis auch einen Funkadapter an.

Oculus Rift + Touch Bundle

  • VR-Headset für Windows-PCs
  • zwei Touch-Controller mit Positionserfassung
  • Auflösung 1200x1080 Pixel
  • Bildwiederholungsrate: 90 Hz
  • austauschbare Gesichtsmaske
  • sechs Gratis-Spiele inklusive
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Verwendete Quellen:
  • dpa

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