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Mini-Beamer im Test: Darauf kommt es beim Kauf kleiner Beamer an

Fünf empfehlenswerte Modelle  

Mini-Beamer: Kleine Kisten fürs große Bild

19.02.2019, 13:56 Uhr | t-online.de

Mini-Beamer im Test: Darauf kommt es beim Kauf kleiner Beamer an. Mini-Beamer passen in jede Tasche und bieten oft ein überraschend gutes Bild. (Quelle: Hersteller)

Mini-Beamer passen in jede Tasche und bieten oft ein überraschend gutes Bild. (Quelle: Hersteller)

Mit Freunden einen Kinoabend in der Garage erleben, lustige Videos bei der Party zeigen oder im Büro des Kunden eine Präsentation vorführen: Dafür sind Mini-Beamer genau das richtige. Sie passen in jede Tasche, sind sehr leicht und funktionieren sogar ohne Steckdose. Doch je nach Anspruch und Einsatz unterscheiden sich die kleinen Projektoren sehr deutlich. So steht man bei der Auswahl vor dem gleichen Problem wie beim Kauf eines Fernsehers: Welcher ist der richtige?

Taschenprojektoren, Mini-, Pocket- oder Pico-Beamer sind die kleinen Geschwister der schweren, großen und teuren Profi-Projektoren, die etwa bei einer Betriebs- oder Vereinsversammlung zum Einsatz kommen. Sie bieten zwar die gleichen Funktionen – aber die gleiche Leistung und Qualität wie ein Gerät für 4.000 Euro kann ein Mini-Beamer mit einer Breite von zwölf Zentimetern für 100 bis 500 Euro nicht bieten.

Das wichtigste Kriterium ist – na klar – das Bild an der Wand. Dabei kommt es vor allem auf die Bildauflösung an: Je höher sie ist, umso besser. Sehr gute Geräte bieten eine Auflösung von 1280 × 720 Pixeln, was dem Standard „HD ready“entspricht. Viele preisgünstige Modelle bieten nur 800 × 480 Pixel. Damit lässt sich auch recht gut Fußball oder Kino schauen, aber die Bildqualität ist hier nur befriedigend.

Der zweite entscheidende Faktor ist die Lichtstärke des Mini-Beamers. Sie wird in der Maßeinheit „ANSI-Lumen“ oder kurz „Lumen“ (lm) angegeben und zeigt, wie viel Licht der Beamer projiziert. Einfache Regel: Je höher, desto besser. Erreicht er nur einen niedrigen Wert, muss der Raum abgedunkelt werden. Ist er sehr hoch, lassen sich Videos auch draußen in guter Qualität ansehen. Da ist eine einfache Rechnung hilfreich: Umso größer die benötigte Projektionsfläche, umso mehr Lumen sind zum entspannten Anschauen nötig. Denn die Lumen-Herstellerangabe wird durch die Quadratmetergröße der gewünschten Bildfläche geteilt. Bei 1200 Lumen auf einer Bildfläche von vier Quadratmetern erbringt der Mini-Beamer im Einsatz nur 300 Lumen.

Für diese Rechnung ein grober Überblick für den richtigen Wert:

  • bis 100 Lumen: Nicht empfehlenswert
  • 100 bis 250 Lumen: Gut abgedunkelter Raum nötig
  • 250 bis 500 Lumen: Gutes Bild mit wenig Raum-Abdunkelung 
  • über 500 Lumen: Gutes Bild in hellen Räumen und auch draußen

Der dritte Faktor ist die Bildfläche: Aufgrund ihrer Bauweise sind Mini-Beamer dabei etwas begrenzt. Gute Modelle erreichen eine Bilddiagonale von maximal etwa 2,5 bis 3 Meter. Hier gilt: Umso kleiner die Fläche und umso höher der Lumenwert, umso besser ist die Bildqualität.

Wer oft in engeren Räumen schaut, für den ist auch das Projektionsverhältnis wichtig. Der Wert gibt an, welcher Abstand zur Wand nötig ist, um eine bestimmte Bildgröße zu erzeugen. Wer wenig Platz hat, muss sich oft mit einer kleinen Leinwandfläche begnügen. Wichtig ist dabei die Trapezkorrektur, die bei günstigen Modellen oft fehlt. Steht der Projektor nicht perfekt im rechten Winkel zur Wand, verzerrt das Bild. Mit dieser Funktion lässt sich es – in begrenztem Rahmen – korrigieren.

Der vierte wichtige Wert ist der Kontrast. Er gibt den maximalen Helligkeitsunterschied zwischen Weiß und Schwarz an. Ein hoher Kontrast, hilft bei der Darstellung eines scharfen, klaren und natürlichen Bildes. Niedrige Werte reduzieren Schwarz zu einem Brei aus Dunkelgrau, was das Zuschauen anstrengend macht. Auch hier gilt: Je höher, desto besser.

Ein ebenso wichtiges Kriterium zur Kaufentscheidung sind die Anschlüsse. Mit Hilfe einer MHL-Buchse lassen sich bei manchen Modellen Smartphones direkt anschließen, andere bieten WLAN oder Bluetooth. Der übliche HDMI-Anschluss sollte auch die verschlüsselten HDCP-Signale verarbeiten können, damit bei manchen Blockbustern kein schwarzer Bildschirm entsteht.

Manche Geräte haben sogar Lautsprecher eingebaut. Doch einen Top-Sound sollte man da nicht erwarten. Wer Actionkino vorführt, sollte per Line-Kabel ein gutes mobiles Surround-Lautsprechersystem dranhängen.

Für diejenigen, die gerne draußen schauen, ist auch die Leistung des Akkus ein wichtiger Faktor. Denn damit spart man sich das Verlegen von Verlängerungskabeln. Eingebaut haben ihn sehr viele Modelle, doch länger als drei Stunden hält er selten durch. Noch ein Tipp: Der Beamer ist nur so gut wie die Fläche, auf der das Bild erscheint. Eine feine Leinwand erzeugt ein deutlich besseres Bild als eine angegraute Tapete. Sie sollte man bei der Anschaffung ebenso einkalkulieren wie ein Stativ. Denn der optimale Beamer nutzt wenig, wenn er sich im Raum nicht aufstellen lässt.

Diese Beamer haben in unterschiedlichen Tests gut abgeschnitten:

Aiptek iBeamBLOCK L400 Deluxe: Top-Bilddiagonale

Der Testsieger im Mini-Beamer-Vergleich 2018 der Bild-Redaktion bietet mit dem Aiptek iBeamBlock für knapp 550 Euro einen LED-Beamer mit Touch-Display zur Bedienung. Die Auflösung liegt bei guten 1280 × 720 Pixeln, die Lichtstärke erreicht 400 Lumen. Damit ist eine maximale Bilddiagonale von immerhin drei Metern möglich. Der Kontrast liegt allerdings nur bei 500:1. Die Akkulaufzeit gibt der Hersteller mit zwei Stunden an. Diagonale, Bildauflösung und die gute Verarbeitung machen das Gerät empfehlenswert.

Aiptek iBeamBLOCK L400 Deluxe

  • Auflösung: 1280 × 720 Pixel
  • Helligkeit: 400 Lumen
  • Kontrast: 500:1
  • Anschlüsse: 1× HDMI In
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LG PH550G: tolles Preis-Leistungs-Verhältnis 

Die Bild-Redaktion hat den LG PH550G für knapp 400 Euro in ihrem Vergleichstest 2018 zum Preis-Leistungs-Sieger gekürt. Und die Werte können sich sehen lassen: Der LED-Beamer bietet eine Lichteinheit mit 30.000 Stunden Lebensdauer, eine hohe Bildauflösung von 1280 × 720 Pixeln, gute 550 Lumen Lichtstärke sowie einen Kontrast von 100.000:1. Die maximale Bilddiagonale erreicht ordentliche 2,54 Meter. Der 650 Gramm leichte Beamer bietet laut Hersteller 2,5 Stunden Akkuleistung, verfügt über ein Stativgewinde, aber keinen SD-Karten-Slot. Top-Werte zum günstigen Preis.

LG PH550G

  • Auflösung: 1280 × 720 Pixel
  • Helligkeit: 550 Lumen
  • Kontrast: 100.000:1
  • Anschlüsse: 1× VGA In, 1× HDMI In (MHL-kompatibel), 1× Composite Video (RCA), 1× Klinke Audio Out, 1× USB 2.0, Bluetooth
  • Besonderheiten: 3D-Ready (aktiv), Akku, Mediaplayer, integrierte Lautsprecher (2× 1W)
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Optoma ML750e: kompakt und leistungsstark

Für knapp 450 Euro bietet der nur knapp elf Zentimeter breite und 380 Gramm leichte Optoma ML750e eine Menge Leistung: Die Bildauflösung erreicht den WXGA-Standard mit 1280 x 800 Pixeln bei einer Helligkeit von guten 700 Lumen. Der Kontrast erreicht einen ebenfalls recht guten Wert von 10.000:1. Die maximale Bilddiagonale liegt bei den üblichen 2,54 Metern, WLAN ist ebenso integriert wie ein SD-Kartenslot. Dem LED-Beamer liegt ein VGA-Kabel bei. Viel Leistung zum moderaten Preis – bei hifitests.de hat das Gerät den ersten Platz im Vergleichstest belegt.

Optoma ML750e

  • Auflösung: 1280 × 800 Pixel
  • Helligkeit: 700 Lumen
  • Kontrast: 15.000:1
  • Anschlüsse: 1× VGA In, 1× HDMI In (MHL-kompatibel), 1× USB 2.0, Cardreader (microSD), WLAN (optional)
  • Besonderheiten: 3D-Ready (aktiv), integrierte Lautsprecher (1W), Mediaplayer
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Asus E1 ZenBeam: ein Dauerläufer

Der Asus E1 ZenBeam für rund 240 Euro ist bestens geeignet, wenn keine Stromquelle in der Nähe ist: Der mit 6000 mAh sehr leistungsstarke Akku läuft laut Hersteller bis zu fünf Stunden. Die Lichtstärke liegt bei akzeptablen150 Lumen mit einer Auflösung von 854 x 480 Pixeln. Das ist in Ordnung. Die Größe der Bilddiagonalen liegt bei etwas mehr als drei Metern (120 Zoll). Der schicke, mit dem iF Product Design Award und dem Red Dot Design Award ausgezeichnete Beamer  ist allerdings nicht mit Macs kompatibel.

Asus E1 ZenBeam

  • Auflösung: 854 × 480 Pixel
  • Helligkeit: 150 Lumen
  • Kontrast: 3500:1
  • Anschlüsse: 1× HDMI In, 1× USB 2.0
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Epson EH-TW650: mehr Gewicht, mehr Power

Mit 2,7 kg Gewicht und einer Breite von 30 Zentimetern gehört der Epson EH-TW650 nicht in die Kategorie der super-mobilen Mini-Beamer. Doch er verschwindet locker im Rucksack und bietet sehr viel Leistung fürs Geld. Die Chip-Redaktion hat ihn dafür mit der Note „Gut“ bewertet. Der Beamer für knapp 500 Euro leuchtet mit maximal 3.100 Lumen bei einer satten Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln. Der Kontrast liegt bei 15.000:1. WLAN ist ebenso integriert wie ein S-Video- und VGA-Eingang. Nur ein Audio-Ausgang und der Akku fehlt.

Epson EH-TW650

  • Auflösung: 1920 × 1080 Pixel
  • Helligkeit: 3100 Lumen
  • Kontrast: 15.000:1
  • Anschlüsse: 1× VGA In, 2× HDMI In, 1× Composite Video (RCA), 1× Stereo Line Out (RCA), 2× USB 2.0, WLAN 802.11b/​g/​n
  • Besonderheiten: integrierte Lautsprecher (1× 2W)
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