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Roses Lieferprobleme: FCA feiert Punkt

Von dpa
27.02.2022Lesedauer: 2 Min.
FC Augsburg - Borussia Dortmund
Reece Oxford (l) von Augsburg und Jude Bellingham von Borussia Dortmund im Zweikampf um den Ball. (Quelle: Matthias Balk/dpa/dpa-bilder)
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Schnell weg. Der Dortmunder Fußball-Tross um den gerade nicht genug liefernden Trainer Marco Rose hatte es nach dem 1:1 (1:0) beim abstiegsbedrohten FC Augsburg am Sonntagabend eilig. Das Flugzeug in die Heimat wartete am Ende einer frustrierenden Woche. "Über das Ergebnis sind wir enttĂ€uscht", sagte Rose, der die zwei eingebĂŒĂŸten Punkte in der Fußball-Bundesliga gar nicht mehr in Zusammenhang mit dem weiter enteilten FC Bayern MĂŒnchen brachte.

An Hochspannung im nationalen Titelkampf glaubten sie bei der international krachend gescheiterten Borussia ohnehin kaum noch. Die wunderbare Solo-Nummer von Thorgan Hazard zum 1:0 reichte vor 15 330 Zuschauern nicht, weil nach dem Aluminium-Pech von Donyell Malen in der besten BVB-Phase nach der Pause die KrÀfte schwanden, der FCA sich aufbÀumte und Trainer Markus Weinzierl mit frischen KrÀften von der Bank den Ausgleich einwechselte: Joker Noah Sarenren Bazee köpfte in der 78. Minute nach Unordnung in der BVB-Abwehr den Ausgleich.

"Wir haben um das Gegentor gebettelt", stöhnte Nationalspieler Julian Brandt. Rose haderte, dass "der Punch" fĂŒr das vorentscheidende Tor zum 2:0 gefehlt habe. Angesichts der dĂŒnnen Personaldecke und des erheblichen KrĂ€fteverschleißes beim Europa-League-Aus nur drei Tage zuvor in Glasgow ĂŒbte er jedoch Nachsicht mit seinem Rumpfaufgebot: "Die Mannschaft hat noch mal eine Menge Energie reingefeuert."

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Der 45-jĂ€hrige Rose sammelt gerade keine Argumente fĂŒr sich. Die Fragen nach den Spielen werden unangenehm. In der Augsburger Arena erreichte ihn die, ob es fĂŒr ihn irgendwann eng werden könnte im Job und ob er noch die RĂŒckendeckung der BVB-Bosse spĂŒre. "Wenn ich auf die Frage antworte, gebe ich schon wieder Material", entgegnete Rose.

WohlfĂŒhlen kann er sich aktuell nicht. "Heute haben ein paar Fans hier 'Rose raus' gerufen. Das ist keine angenehme Situation fĂŒr einen Fußball-Trainer. Aber ich kann die Situation anstĂ€ndig einschĂ€tzen. Wir sind alle sehr, sehr enttĂ€uscht ĂŒber unser Abschneiden in jedem Pokalwettbewerb. In der Bundesliga sind wir Zweiter", referierte Rose.

"Wenn wir irgendwo - Champions League, DFB-Pokal oder in der Europa League - die nĂ€chste Runde erreicht hĂ€tten, wĂŒrden wir vielleicht ĂŒber andere Dinge reden", sagte Rose. Er weiß freilich, dass er auch in eigener Sache Argumente liefern muss: "Ich arbeite mit den Jungs. Und wir versuchen jetzt, das Maximum aus der Saison herauszuholen."

Augsburgs Maximum ist der Klassenverbleib. "Der Punkt war enorm wichtig", sagte TorschĂŒtze Sarenren Bazee. Vor dem Gastspiel beim direkten Konkurrenten Arminia Bielefeld wurde der Relegationsplatz verlassen. "Der Punkt tut uns in der Tabelle gut", sagte Trainer Markus Weinzierl: "Wir haben gut gearbeitet, die Leistung war okay. So können wir weitermachen." Am besten gleich in Bielefeld.

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