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Zahlreiche Verstöße mit E-Tretrollern: "Keine Fun-Objekte"

Berlin  

Zahlreiche Verstöße mit E-Tretrollern: "Keine Fun-Objekte"

16.07.2019, 17:27 Uhr | dpa

Zahlreiche Verstöße mit E-Tretrollern: "Keine Fun-Objekte". Polizei kontrolliert E-Tretroller und Fahrräder

Polizisten der Fahrradstaffel kontrollieren auf einem Bürgersteig zwei Jugendliche mit E-Tretrollern. Foto: Paul Zinken (Quelle: dpa)

Sie fahren zu zweit, sind noch zu jung oder düsen über den Gehweg: Innerhalb einer Stunde haben Polizisten nahe dem Berliner Alexanderplatz 21 Menschen auf Elektro-Tretrollern gestoppt. Elf von ihnen wurden wegen Verstößen sofort zur Kasse gebeten, wie eine Polizeisprecherin der Deutschen Presse-Agentur sagte. Im gleichen Zeitraum stoppten sechs Beamte der Fahrradstaffel auch 18 Fahrradfahrer. Bei beiden Gruppen ging es meist um Fahren auf dem Gehweg. Der Bürgermeister des Bezirks Mitte, Stephan von Dassel (Grüne), sagte, dass das Ordnungsamt bei Kontrollen im Minutentakt Verstöße mit E-Scootern festgestellt habe.

Die E-Tretroller-Fahrer, die die Polizei an der Ecke Karl-Liebknecht- und Spandauer Straße kontrollierte, waren häufig Touristen, die die Regeln nicht kannten und sich schnell einsichtig zeigten. Die Verwarnungsgelder von je nach Verstoß 10 bis 30 Euro sind sofort zu zahlen, etwa mit Kreditkarte. "Wir versuchen bei den täglichen Kontrollen klar zu machen, dass die Roller keine Fun-Objekte sind, sondern Kraftfahrzeuge", sagte Oliver Woitzik von der Berliner Polizei. Die Beamten suchen etwa auch das Gespräch mit Menschen, die gerade dabei sind, Roller auszuleihen und geben ihnen neue Broschüren mit den Regeln an die Hand.

Kinder unter 14 Jahren ohne Begleitung von Eltern, von denen mehrere in die Kontrolle gerieten, werden von den Beamten zwar gestoppt, müssen aber nicht bezahlen, da sie strafunmündig sind. Nach Erfahrung der Beamten düsen Kids oft nicht mit selbst entliehenen Rollern auf eigene Rechnung los - sondern mit solchen, die vorige Nutzer nicht ordnungsgemäß zurückgegeben haben. Gut einen Monat nach Zulassung der Roller sei auch die Polizei noch dabei, Erfahrungen zu sammeln, so Woitzik. Eine Bilanz zu stadtweiten Kontrollen liegt noch nicht vor.

Vor allem im Bezirk Mitte ballen sich die neuen Leihangebote: Mehr als 2200 E-Tretroller gebe es dort, das sei rund die Hälfte von allen in Berlin, sagte von Dassel in einem Video, das das Bezirksamt auf Twitter verbreitete. Teile des Bezirks würden "buchstäblich überrollt". Generell würden Leihfahrzeuge, darunter auch Tausende Fahrräder, im Bezirk "immer mehr zur Plage", zum Beispiel weil sie Gehwege verstellten. Von Dassel bekräftigte seine Forderung, die Anbieter mehr in die Pflicht zu nehmen, zum Beispiel mittels Gebühren für die Nutzung des öffentlichen Raums.

In Berlin sind allein in den ersten Wochen seit der Zulassung der E-Scooter Mitte Juni mehrere schwere Unfälle bekannt geworden. Die Polizei appellierte dringend an die Nutzer, sich vor dem Start mit dem Roller vertraut zu machen, nicht betrunken zu fahren und einen Helm zu tragen. Es gelten die gleichen Alkohol-Promillegrenzen wie beim Autofahren. Auch unter dem Einfluss von Cannabis oder mit Handy am Ohr darf man nicht damit fahren. Weil die Roller keinen Blinker haben, müssen Fahrer beim Abbiegen Handzeichen geben.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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