Sie sind hier: Home > Regional > Berlin >

Potsdamer Stammbahn wird doch gebaut: Streichung vom Tisch

Berlin  

Potsdamer Stammbahn wird doch gebaut: Streichung vom Tisch

23.07.2019, 18:02 Uhr | dpa

Die Potsdamer Stammbahn, die die Bahnverbindungen zwischen Brandenburg und Berlin verbessern soll, wird nun doch reaktiviert. Die Streichung des Projekts im Rahmen des Bahnkonzepts Deutschlandtakt sei vom Tisch, bestätigte das Bundesverkehrsministerium am Dienstag. Zuvor hatten die "Potsdamer Neuesten Nachrichten" (Dienstag) berichtet.

Die Stammbahn werde nach Rückmeldung der Länder Berlin und Brandenburg zum zweiten Gutachterentwurf des Deutschlandtaktes wieder als Regionallinie in die Planung aufgenommen, habe das Bundesministerium der Zeitung auf Anfrage mitgeteilt. Im ersten, Ende 2018 vorgestellten Gutachterentwurf zum Bahnverkehr der Zukunft war die Reaktivierung der nach dem Mauerbau 1961 eingestellten Regionalbahnverbindung noch enthalten, allerdings nur bis nach Schöneberg. Im zweiten Entwurf des Papiers, das den Ländern im Mai dieses Jahres vorgestellt wurde, fehlte sie völlig.

Nach Ansicht der oppositionellen CDU im Potsdamer Landtag und des Fahrgastverbands Pro Bahn hatten Brandenburg und der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg bei den Verhandlungen mit dem Bund ihre Interessen nicht ausreichend stark vertreten. Die Stammbahn hätte aus Brandenburger Sicht "nie zur Disposition stehen dürfen", kritisierte der CDU-Verkehrsexperte Rainer Genilke. Laut Verkehrsministerin Kathrin Schneider (SPD) war der zweite Gutachterentwurf ohne vorherige Abstimmung mit den Ländern vom Bund veröffentlicht worden.

Die Stammbahn gehört zu den acht Teilprojekten des gemeinsamen Entwicklungskonzepts von Berlin und Brandenburg für den Schienenverkehr, i2030. Danach soll die Strecke zwischen Berlin-Hauptbahnhof und Magdeburg ausgebaut werden und mehrere Gemeinden, darunter Kleinmachnow, an das Netz anschließen. Wie die Zeitung berichtet, prüft das Bundesverkehrsministerium derzeit mehrere Varianten für die künftige Stammbahn.

Dabei soll in einer Studie untersucht werden, wie viele Züge pro Stunde durch den Berliner Nord-Süd-Bahntunnel fahren können. Diese durch den Fern- und Regionalverkehr bereits stark frequentierte Strecke wird durch den künftigen Flughafen-Express nach Schönefeld zusätzlich belastet.

Die Linke-Verkehrsexpertin im Brandenburger Landtag, Anita Tack, lobte die Entscheidung, die Stammbahn wieder in den Deutschlandtakt aufzunehmen. Nun müssten weitere Schritte für eine Entlastung der berlinnahen Region um Stahnsdorf, Kleinmachnow und Teltow folgen. "Das wäre wichtig für einen attraktiven Öffentlichen Personen-Nahverkehr, damit viele Pendlerinnen und Pendler ihr Auto stehen lassen."

Aus Sicht Tacks müssen jetzt konkrete Zeitabläufe und Finanzierungsvereinbarungen folgen. Die Voraussetzungen für die vorgesehene Streckenführung seien sehr gut.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
10-Tages-Vorhersage


shopping-portal