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"Kann See", "Kann Schnee": Neue Imagekampagne der Polizei

Berlin  

"Kann See", "Kann Schnee": Neue Imagekampagne der Polizei

19.08.2019, 01:45 Uhr | dpa

"Kann See", "Kann Schnee": Neue Imagekampagne der Polizei. Barbara Slowik

Barbara Slowik, Polizeipräsidentin Berlins. Foto: Wolfgang Kumm/Archivbild (Quelle: dpa)

Mit einem Film und einer Plakatserie will die Berliner Polizei für mehr Anerkennung und Ansehen in der Bevölkerung werben. Zugleich soll die Imagekampagne unter dem Titel "Wir können Hauptstadt" dafür sorgen, dass sich junge Menschen für die Arbeit als Polizist interessieren und bewerben. Das sagte Polizeipräsidentin Barbara Slowik bei der Vorstellung der Kampagne am Montag vor dem Polizeipräsidium in Tempelhof.

Der Film zeigt in 40 Sekunden und zahlreichen kurzen Szenen die Bandbreite der Polizeiarbeit: Streifendienst, Verkehrslenkung, Fahrradstaffel, Demonstrationseinsätze, Spezialeinsatzkommando SEK, Kriminalpolizei, Wasserschutzpolizei, Begleitung von Fußballspielen, Staatsbesuche. Dazu werden kurze Slogans eingeblendet: "Kann SEK", "Kann 1. Mai" oder "Kann Schnee" - zu Bildern eines Kokainfundes.

Außerdem gibt es acht Plakatmotive mit den Porträts echter Polizisten und Polizistinnen und verschiedenen Slogans. Bei dem Polizeitaucher heißt es: "Kann See. Kann Spree." Bei dem Mitglied der Fahrradstaffel steht: "Kann 42 km. Kann 50 km/h." Zwei Polizistinnen werden vorgestellt mit: "Kann Tatort. Kann vor Ort" und "Kann Zehnfinger. Kann Langfinger."

Am Ende des Films stehen Polizisten aus diversen Einsatzgebieten - in Uniform, schwer bewaffnet, mit Motorrad, Fahrrad oder Schutzanzug - vor dem Brandenburger Tor. Wenige Meter darüber schwebt ein Hubschrauber in der Luft. So spektakulär sieht es allerdings nur im Film aus. Der Hubschrauber wurde später digital in die Aufnahmen eingearbeitet.

Die Kampagne wurde von der Polizei in Zusammenarbeit mit einer Berliner Werbeagentur erstellt. Sie kostete die Polizei 200 000 Euro. Im Lauf des Montags wollte die Polizei den Film und die Plakate den Kollegen in zahlreichen Polizeiwachen in der ganzen Stadt vorstellen. Später soll der Film auch in manchen Kinos im Werbeblock gezeigt werden.

Slowik erklärte, die Polizei trete in der Kampagne "ernsthafter" als in früheren Werbefilmen auf. Das spiegle sich auch in den Gesichtern der Kollegen auf den Plakaten wider. "Damit soll in der Tat der Respekt gesteigert werden, um auch Gewalt gegen Polizeiangehörige zu senken." Sie fügte hinzu: "Nur wer sich selber ernst nimmt, wird ernst genommen." Das widerspreche keineswegs dem Auftreten als zugewandte Bürgerpolizei.

Die Polizeipräsidentin betonte: "Wir wollen zeigen, wer wir sind und was wir leisten." Die Kampagne solle auch nach innen wirken und das Selbstbewusstsein der Polizisten stärken. Innensenator Andreas Geisel (SPD) sagte: "Wenn wir Mitarbeiter gewinnen wollen, müssen wir deutlich machen, dass man stolz darauf sein kann, Polizist zu sein." Es sei wichtig, dass die Berliner Respekt vor den Polizisten hätten.

Der Film wurde am Montag in verschiedenen Online-Kanälen ausgiebig angeklickt und auch kontrovers kommentiert und diskutiert. So meldete sich etwa die CDU, die meinte, die rot-rot-grüne Koalition in Berlin müsse vorangehen mit Anerkennung für die Polizei und aufhören, "immer wieder Misstrauen (...) zu schüren." Die Polizei dürfe nicht alleingelassen werden, "auch nicht im Görlitzer Park oder in der Rigaer Straße".

Bei Twitter und Youtube ging es wie üblich weniger sachlich und dafür emotional, polemisch, aber auch witzig zu. "Kann keine arabischen Clans", meinte ein Schreiber. Andere kommentierten: "Kann Nazis schützen" und "Mir fehlt: Kann Schläger sein". Aber es gab auch Lob: "Super Spot für eine super Truppe!" oder "Vielen Dank, dass ihr auf den Straßen seid."

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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