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Polizei fahndet mit Fotos nach Kreuzberger Auto-Brandstifter

Berlin  

Polizei fahndet mit Fotos nach Kreuzberger Auto-Brandstifter

22.08.2019, 15:43 Uhr | dpa

Polizei fahndet mit Fotos nach Kreuzberger Auto-Brandstifter. Feuerwehr

Männer der Feuerwehr sitzen in einem Löschfahrzeug. Foto: Carsten Rehder/Archivbild (Quelle: dpa)

Mit Fahndungsfotos sucht die Berliner Polizei nach einem mutmaßlichen Brandstifter, der Ende Juli eine ganze Reihe von Autos im Kreuzberger Bergmannkiez angezündet haben soll. Dazu veröffentlichte die Polizei am Donnerstag zwei Bilder, die einen glatzköpfigen Mann in grau-blauer Sportkleidung und rotem Kapuzenpullover zeigen. Der Mann steht an einer Straße, die Fotos wurden offenbar tagsüber aufgenommen.

In der Nacht zum 30. Juli wurden am Kreuzberger Chamissoplatz gegen 3.25 Uhr vier Autos angezündet, drei Mercedes und ein Chevrolet. Durch die Flammen wurden sechs weitere Autos beschädigt. Auch Fenster benachbarter Wohnungen wurden beschädigt und ein Haus durch den Ruß verschmutzt. Eine Wohnung wurde unbewohnbar.

In der Nähe der Brände wurde der aufgemalte oder gesprühte Slogan "Klasse gegen Klasse" gefunden. In den 90er-Jahren wurde er in Kreuzberg von einer linksextremistischen Gruppe bei Brandanschlägen verwendet. Die Polizei schließt daher derzeit einen politischen Hintergrund dieser aktuellen Brandanschläge nicht aus. Ermittelt wird vom Staatsschutz der Kriminalpolizei, der für politische Straftaten zuständig ist.

In diesem Jahr wurden bereits Hunderte Autos in Berlin angezündet. Die meisten Täter sollen laut Polizei nicht aus politischen Motiven handeln. Oft soll es um Versicherungsbetrug, persönliche Racheakte oder Vandalismus gehen. Die Polizei richtete im Juli eine neue Ermittlungsgruppe mit dem Namen "Nachtwache" ein. Fünf Fahnder der Kriminalpolizei sollen die Brandstiftungen aufklären.

In der Nacht zu Donnerstag fasste die Polizei eher zufällig eine mutmaßliche Auto-Brandstifterin. Die 56-jährige Frau soll in Moabit einen Mercedes angezündet haben. Die Polizei teilte mit: "Die bisherigen Ermittlungen deuten auf eine Beziehungstat hin. Ein Zusammenhang mit anderen Brandstiftungen an Kraftfahrzeugen in Berlin ist nicht erkennbar."

Zeugen rochen demnach gegen 1.40 Uhr am Friedrich-Krause-Ufer einen Brand. Kurz darauf entdeckten sie einen Mercedes, aus dem Rauch drang. Daneben stand die Frau, die von den Zeugen angesprochen wurde. Die Frau flüchtete, alarmierte Polizisten nahmen sie aber kurz darauf in der Nähe fest. Das Feuer erlosch von alleine. Der Wagen war verrußt und der Beifahrersitz stark beschädigt.

Die Gesamtzahl aller abgebrannten oder angezündeten Autos lag Anfang August bei 320. Davon wurden etwa 190 von den Tätern direkt angezündet, weitere 130 wurden durch Flammen beschädigt. 2018 hatten 446 Autos gebrannt.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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