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Drogenprozess mit Nivel-Täter auf der Anklagebank vertagt

Berlin  

Drogenprozess mit Nivel-Täter auf der Anklagebank vertagt

23.08.2019, 03:53 Uhr | dpa

Drogenprozess mit Nivel-Täter auf der Anklagebank vertagt. Kriminalgericht Moabit

Der Eingang des Kriminalgerichts in Moabit. Foto: Britta Pedersen/Archivbild (Quelle: dpa)

Unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen hat in Berlin ein Prozess gegen mutmaßliche Mitglieder einer Drogenbande begonnen. Bei einem der acht Angeklagten handelt es sich um einen der deutschen Hooligans, die 1998 den französischen Polizisten Daniel Nivel halbtot geprügelt hatten. Nach nur wenigen Minuten vertagte das Landgericht die Verhandlung am Freitag. Die Richter gaben damit vor Verlesung der Anklage einem Antrag der Verteidiger auf Überprüfung der Gerichtsbesetzung statt. Diese habe den Anwälten nicht innerhalb der gesetzlichen Frist von einer Woche mitgeteilt werden können.

In dem Prozess mit sechs Männern und zwei Frauen im Alter von 25 bis 50 Jahren auf der Anklagebank geht es den Angaben zufolge um erfolgte oder versuchte Geschäfte mit 260 Kilogramm Drogen. Zwei der Angeklagten gelten als Kronzeugen und stehen unter Personenschutz. Sie hätten im Ermittlungsverfahren sich und die Mitbeschuldigten belastet, hieß es am Rande.

Ende 2017 sollen sich die Angeklagten zusammengeschlossen haben, um mit Amphetamin, Marihuana und Kokain zu handeln. Zudem hätten sieben der Verdächtigen in einer Werkstatt in der brandenburgischen Gemeinde Althüttendorf (Barnim) begonnen, ein Drogen-Labor einzurichten, um große Mengen Amphetamin herzustellen. Dies sei jedoch nicht gelungen.

Der 44-jährige ehemalige Hooligan, der für die Attacke auf Nivel für dreieinhalb Jahre in Haft musste, war bereits 2015 in Berlin wegen Drogenhandels zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt worden. Er sei Kopf einer hochkonspirativ agierenden Bande gewesen, hieß es damals im Urteil. Die ihm jetzt vorgeworfenen Taten soll er aus dem offenen Vollzug heraus verübt haben. Der Prozess geht am 30. August weiter.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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