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Springer-Chef Döpfner: Das ist ein großer Schnitt

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Springer-Chef Döpfner: Das ist ein großer Schnitt

15.09.2019, 19:40 Uhr | dpa

Springer-Chef Döpfner: Das ist ein großer Schnitt. Mathias Döpfner

Mathias Döpfner. Foto: Bernd Wüstneck (Quelle: dpa)

Springer-Chef Mathias Döpfner hat nach dem Einstieg des Finanzinvestors KKR weitreichende Veränderungen für das Medienunternehmen angekündigt. "Auch in den vergangenen 15 Jahren haben wir immer wieder restrukturiert und Kosten angepasst", sagte der Springer-Vorstandsvorsitzende der "Süddeutschen Zeitung" (Montagsausgabe). "In der Vergangenheit hatten wir aber immer eine Limitierung: Die Kosten für Veränderung durften nicht zu hoch sein, um nicht das nächste Quartalsergebnis zu verderben." Entsprechende Maßnahmen habe man scheibchenweise durchführen müssen. "Jetzt können wir alles, was sinnvoll ist, schneller machen." Das klinge nicht nur nach einem großen Schnitt, sagte Döpfner, "das ist einer".

Details zu konkreten Veränderungen nannte Döpfner nicht. "Wo digitales Wachstum gelingt, werden wir investieren und Mitarbeiter einstellen oder umlernen, wo möglich. Wo strukturell Umsatzrückgang herrscht, müssen wir restrukturieren und Arbeitsplätze abbauen. Es wird eine Umschichtung geben." In der Summe werde das Medienunternehmen aber Arbeitsplätze aufbauen.

Veränderungen seien in sämtlichen Bereichen denkbar: "Das betrifft die "Welt", aber auch die "Bild"-Zeitung, die Druckereien, Zeitschriften - alles", sagte Döpfner. Zu möglichen Auswirkungen auf die Chefredaktion der "Bild"-Zeitung sagte er: "Ich bin mit der Chefredaktion von "Bild" und "Welt" extrem zufrieden, da wird es vielleicht Verkleinerungen, aber keine spektakulären Änderungen geben. Grundsätzlich aber gilt: Wir werden eher bei den Häuptlingen als bei den Indianern sparen. Wir verschlanken die Hierarchien."

Das Unternehmen wolle auf allen Feldern finanziell erfolgreich sein. "Zur "Welt" wollten wir uns aber besonders ausdrücklich bekennen", sagte Döpfner. "Auch wenn sie nicht zur Steigerung der Durchschnittsrendite des Hauses beiträgt, ist sie ein essenzieller Teil von Axel Springer." Die Sicherheit der Welt-Gruppe sei heute größer, als sie je in den vergangenen Jahrzehnten gewesen sei, sagte der Springer-Chef.

Nach Überzeugung von Hauptaktionärin Friede Springer wird das Medienunternehmen die gedruckten Ausgaben nicht irgendwann einstellen: "Das wird nicht passieren. Allein das Rascheln des Papiers - wunderbar! Ich lese jeden Tag gedruckte Zeitungen, es geht gar nicht ohne, ich habe die alle morgens um fünf im Briefkasten", sagte die Witwe von Verlagsgründer Axel Springer.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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