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Verlust Polizei-Maschinenpistole: Bereits seit März bekannt

Berlin  

Verlust Polizei-Maschinenpistole: Bereits seit März bekannt

16.09.2019, 10:48 Uhr | dpa

Das Problem mit einer verschwundenen Maschinenpistole der Berliner Polizei ist der Politik schon länger als ein halbes Jahr bekannt. Am 1. März antwortete Innen-Staatssekretärin Sabine Smentek (SPD) der Grünen-Abgeordneten June Tomiak auf eine schriftliche Anfrage nach verlorenen Schusswaffen: "Im November 2018 wurde von einer Organisationseinheit des Landeskriminalamtes ein Fehlbestand einer Dienstwaffe festgestellt."

Am 17. Mai ergänzte Innen-Staatssekretär Torsten Akmann (SPD) auf eine weitere Anfrage von Tomiak: "Trotz umfangreicher interner Ermittlungen ergaben sich keine Hinweise auf persönliche Verantwortlichkeiten einzelner Mitarbeitenden, so dass disziplinarische Maßnahmen nicht initiiert wurden. Ein Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Fundunterschlagung wurde aufgrund fehlender Ermittlungsanhalte eingestellt."

Dass es sich um eine Maschinenpistole handelte, die zum Spezialeinsatzkommando (SEK) gehört, wurde damals nicht angegeben, weil nach der Art der Waffe auch nicht gefragt worden war. Die Grünen kümmerten sich aber auch nicht weiter um das Thema. Bekannt wurde der Verlust erst am Wochenende durch einen Zeitungsbericht.

Unbekannt ist weiterhin, ob die Maschinenpistole gestohlen oder verloren wurde und auch, ob sie Anfang November erst ein paar Wochen oder schon viele Monate weg war. Klar ist nur, dass der Polizei am 1. November 2018 im Rahmen einer "anlassunabhängigen" Bestandsprüfung aufgefallen war, dass die Waffe, Munition und Zubehörteile in einem Lager fehlten, wie die Polizei am Samstag mitteilte.

Sofort gab es eine großangelegte Suche in den Räumen des SEK und anderen Stellen, die im Zusammenhang mit Einsätzen gestanden hätten. Die SEK-Mitglieder wurden befragt. Allerdings ohne Erfolg. Die Maschinenpistole tauchte nicht wieder auf. Sie gehörte keinem einzelnen SEK-Beamten, sondern war einer Gruppe zugeteilt. Eine Arbeitsgruppe wurde eingerichtet, die Vorschläge für eine noch bessere Kontrolle des Waffenbestandes ausarbeiten sollte.

Bei der Waffe soll es sich nach Zeitungsberichten um das Modell MP7 der Firma Heckler & Koch handeln. Das ist nach Angaben des Herstellers eine eher kleine und leichte Maschinenpistole, die aber über eine große Feuergeschwindigkeit und Geschosse mit einer hohen Durchschlagskraft verfügt. Sie wird vom Militär und Polizeibehörden in verschiedenen Ländern genutzt.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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