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Polizei: Viele Unfälle mit E-Tretrollern

Berlin  

Polizei: Viele Unfälle mit E-Tretrollern

17.09.2019, 10:29 Uhr | dpa

Polizei: Viele Unfälle mit E-Tretrollern. E-Scooter

Ein E-Tretroller zum Mieten steht auf einem Parkplatz am Straßenrand. Foto: Christian Charisius (Quelle: dpa)

Fahrer von E-Tretrollern sind in Berlin häufig Verursacher von Unfällen und zudem abends und nachts öfter betrunken unterwegs. Das geht aus einer Bilanz der Berliner Polizei für die ersten drei Monate seit der Erlaubnis für die Roller hervor, die am Dienstag veröffentlicht wurde. Seit dem 15. Juni registrierte die Polizei demnach 74 Unfälle von Rollerfahrern. Dabei wurden 16 Menschen schwer- und 43 leicht verletzt. Die häufigsten Ursachen für die Unfälle waren Fehler beim Fahren, unzulässige Benutzung von Gehwegen und Alkohol.

In 65 der 74 Fälle waren die Fahrer der E-Scooter schuld an dem Unfall. 27 Mal war niemand anderes beteiligt, sondern der Rollerfahrer stürzte von selbst. In 19 Fällen ermittelt die Polizei wegen Unfallflucht.

Die Polizei leitete 87 Ermittlungsverfahren gegen Fahrer ein. In 65 Fällen ging es um Trunkenheit im Straßenverkehr. "Der festgestellte Höchstwert lag hier bei rund 2,78 Promille." Besonders bei Kontrollen am Abend und in der Nacht seien die Fahrer "überdurchschnittlich oft alkoholisiert" gewesen, hieß es. Die Polizei verhängte 233 Bußgelder, vor allem wegen Fahrens auf dem Gehweg, zu zweit oder mit einem Telefon in der Hand.

Die Unfallzahlen der E-Tretroller sind schlecht vergleichbar mit entsprechenden Zahlen etwa von Radfahrern, weil die Anzahl der Fahrer, ihr Alter und die zurückgelegten Strecken sehr unterschiedlich sind. E-Scooter sind besonders beliebt bei Touristen und jüngeren Menschen. Sie werden vor allem in der Innenstadt und da besonders in den Ausgeh-Vierteln benutzt. In Berlin sollen etwa 9000 E-Scooter zum Verleih stehen.

Die Polizei betonte: "E-Scooter sind kein Spielzeug, es sind Kraftfahrzeuge." Fahrer sollten zu ihrer eigenen Sicherheit immer einen Schutzhelm tragen, auch wenn das nicht vorgeschrieben sei. Strenge Gesetze gelten auch für das Fahren nach dem Trinken. "Bereits ab 0,3 Promille kann bei einem Unfall Ihr Führerschein in Gefahr sein. Für Fahranfängerinnen und -anfänger oder Personen unter 21 Jahre gelten 0,0 Promille."

Bei intensiven Kontrollen an drei Tagen der vergangenen Woche fielen neben Scooterfahrern aber auch besonders Fahrradfahrer und Autofahrer durch Verstöße auf. Von 317 Verkehrsteilnehmern, die rote Ampeln ignorierten, waren 208 Radfahrer, 92 Autofahrer und nur 7 Rollerfahrer. 145 Autofahrer fielen durch falsches Abbiegen auf. Außerdem erwischte die Polizei 273 Auto- und Radfahrer, die ihr Handy benutzten.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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