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Abgeordnetenhaus erinnert mit Ausstellung an Mauerfall

Berlin  

Abgeordnetenhaus erinnert mit Ausstellung an Mauerfall

18.09.2019, 12:31 Uhr | dpa

Abgeordnetenhaus erinnert mit Ausstellung an Mauerfall. Ein Besucher während der Open-Air-Ausstellung

Ein Besucher während der Open-Air-Ausstellung. Foto: Jörg Carstensen (Quelle: dpa)

Wenige Wochen vor dem 30. Jahrestag des Mauerfalls erinnert das Berliner Abgeordnetenhaus mit einer neuen Ausstellung an das historische Ereignis und die jahrzehntelange Teilung der Stadt. Die Open-Air-Schau umfasst 115 Mauerfotos. Die meisten zeigen das Parlamentsgebäude und seine von Mauer, Todesstreifen und Wachtürmen geprägte Umgebung zwischen den 1960er und 1990er Jahren. Seinerzeit lag der frühere Preußische Landtag im Ostteil Berlins direkt an der Grenze, nur wenige Meter vom Martin-Gropius-Bau im Westteil entfernt.

Die Fotos der Ausstellung stammen aus Archiven und von professionellen Fotografen - etliche Berliner steuerten aber auch Privataufnahmen bei. Ergänzt wird die Schau durch Auszüge aus privaten Briefwechseln, die einen Eindruck geben, wie sehr die Menschen in Ost und West ganz individuell unter der Teilung litten. Ihr Motto stammt aus einem Brief, der von einem DDR-Bürger nach dem Mauerfall geschrieben wurde: "Schön aber ist es, dass die Mauer Löcher bekommen hat".

Parlamentspräsident Ralf Wieland erinnerte daran, dass die Mauer auch die Geschichte des heutigen Abgeordnetenhauses geprägt habe. "Über Jahrzehnte war es ein kaum zugänglicher und fast vergessener Ort im Grenzbereich zwischen Ost und West." Erst nach dem Fall der Mauer, mit dem Einzug des Berliner Landesparlaments 1993, sei das Gebäude wieder in das öffentliche Bewusstsein und in das Zentrum der wiedervereinigten Stadt gerückt." Zu DDR-Zeiten saß dort lange die staatliche Plankommission.

Anhand der Auszüge aus den Briefen könnten Ausstellungsbesucher nachvollziehen, was das Leben mit der Mauer für die Deutschen bedeutet habe. "Sie zeigen auch, welch großes Glück der Mauerfall war."

Das Abgeordnetenhaus erinnert mit einer Vielzahl von Veranstaltungen an den 30. Jahrestag des Mauerfalls. Dazu gehören Diskussionsrunden, Workshops oder eine Filmreihe. Die nun eröffnete Fotoausstellung ist die zweite zu diesem Thema und bis zum 20. November vor dem Parlamentsgebäude zu sehen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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