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Air Berlin zahlt Millionenkredit des Bundes komplett zurück

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Air Berlin zahlt Millionenkredit des Bundes komplett zurück

19.09.2019, 20:49 Uhr | dpa

Air Berlin zahlt Millionenkredit des Bundes komplett zurück. Eine Maschine der Fluggesellschaft Eurowings startet

Eine Maschine der Fluggesellschaft Eurowings startet in alter Air-Berlin-Lackierung. Foto: David Young/Archivbild (Quelle: dpa)

Die insolvente Fluglinie Air Berlin hat einen Millionenkredit der Bundesregierung komplett zurückgezahlt. Die letzte Rate der insgesamt 150 Millionen Euro sei am Dienstag getilgt worden, sagte ein Sprecher des Insolvenzverwalters und bestätigte entsprechende Medienberichte vom Donnerstag.

Air Berlin hatte im August 2017 Insolvenz angemeldet, weil der Großaktionär Etihad den Geldhahn zugedreht hatte. Die Bundesregierung gewährte den Millionenkredit, um die damals zweitgrößte deutsche Airline in der Luft zu halten und einen Verkauf zu erleichtern. Im Gegenzug sicherte sie sich die Garantie, dass der Kredit vor allen anderen Gläubigerforderungen zurückgezahlt wird.

Die Entscheidung war umstritten. Kritiker fürchteten, dass der Steuerzahler auf einem Großteil der Summe sitzen bleiben wird. Die Chancen der 1,2 Millionen Fluggäste, Geld für nicht mehr nutzbare Tickets zurückzubekommen, haben sich durch die Tilgung nicht erhöht. Zunächst muss Air Berlin jetzt noch die Zinsen für den Bundes-Kredit aufbringen. Sie belaufen sich nach Angaben des Insolvenzverwalters auf rund 27 Millionen Euro.

Ob es künftig doch noch hohe Summen an die Gläubiger zu verteilen gibt, hängt vom Ausgang eines Rechtsstreits mit Großaktionär Etihad ab. Aus Sicht von Insolvenzverwalter Lucas Flöther hätte die Airline mit Sitz in den Vereinigten Arabischen Emiraten den Geldhahn nicht zudrehen dürfen, da sie sich schriftlich zur Unterstützung von Air Berlin verpflichtet hatte. Er klagt beim Landgericht Berlin auf Schadenersatz in Milliardenhöhe. Etihad reagierte mit einer Gegenklage beim High Court in London. Jetzt müssen zunächst Gerichte entscheiden, wer in dem Fall zuständig ist.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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