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Gegenproteste begleiten Demo von Abtreibungsgegnern

Berlin  

Gegenproteste begleiten Demo von Abtreibungsgegnern

21.09.2019, 15:13 Uhr | dpa

Gegenproteste begleiten Demo von Abtreibungsgegnern. Marsch für das Leben

Teilnehmer am "Marsch für das Leben" gehen am Hauptbahnhof vorbei. Paul Zinken/Archivbild Foto: Paul Zinken (Quelle: dpa)

Die Demonstration "Marsch für das Leben" von Abtreibungsgegnern in Berlin-Mitte hat am Samstag für große Gegenproteste gesorgt. Eine Polizeisprecherin sprach von Teilnehmerzahlen "im unteren vierstelligen Bereich" auf beiden Seiten sowie bei verschiedenen Störaktionen gegen den Marsch. "Ungefähr 8000 Menschen waren bei uns diesmal dabei - so viele wie noch nie", sagte eine Sprecherin der Abtreibungsgegner.

Am "Marsch für das Leben" beteiligen sich nach Angaben des Veranstalters, der Verein Bundesverband Lebensrecht, neben der katholischen Kirche auch Ärzte- und Juristen-Vereinigungen. Die Demonstranten fordern ein Verbot von Schwangerschaftsabbrüchen und verweisen dabei auf die "Unantastbarkeit der Menschenwürde", wie aus der Pressemitteilung der Deutschen Bischofskonferenz hervorgeht.

Diese "ist besonders dann zu betonen, wenn das Lebensrecht eines ungeborenen oder schwerkranken Menschen in Frage gestellt wird", wird Kardinal Reinhard Marx darin zitiert. Eine Gegendemonstration unter dem Motto "Antifeminismus sabotieren - Abtreibung legalisieren" wurde vom Bündnis "What the fuck" organisiert. Eine Sprecherin warf den Abtreibungsgegnern vor, in ihrem "christlich-fundamentalistischen Weltbild" keinen Platz zu haben "für Menschen außerhalb der weißen heterosexuellen Kleinfamilie".

Bereits vor dem Beginn der Demo "Marsch für das Leben" holten die Beamten vier Störerinnen von der Bühne, die unter anderem einen Laptop beschädigt hatten. Ein gegnerisches Transparent sei an der Bühne entrollt worden, teilte die Polizei am Sonntag mit. "Das war während einer Schweigeminute für abgetriebene Kinder passiert", erklärte eine Sprecherin der Abtreibungsgegner. Durch Sitzblockaden sei der Marsch später mehrfach unterbrochen worden. "Wir mussten Gegendemonstranten wegtragen und wegdrängen", sagte eine Polizeisprecherin.

Es sei versucht worden, Absperrungen zu durchbrechen. Die Beamten sprachen von "rund 140 Freiheitsbeschränkungen und Freiheitsentziehungen". Gemeint waren damit Platzverweise, Personenkontrollen und weitere polizeiliche Maßnahmen, unter anderem wegen Sachbeschädigung und Verstößen gegen das Versammlungsgesetz. Die Veranstalter kürzten schließlich die Demonstrationsroute für den "Marsch für das Leben" auf eigenen Wunsch.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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