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Mord in Berlin: Bericht: Weitere Hinweise nach Russland

Berlin  

Mord in Berlin: Bericht: Weitere Hinweise nach Russland

01.10.2019, 16:47 Uhr | dpa

Im Fall des Mordes an einem Georgier in Berlin sind nach einem Zeitungsbericht weitere Indizien aufgetaucht, die auf eine Beteiligung Russlands deuten. Nach Recherchen der Wochenzeitung "Die Zeit" wurde der mutmaßliche Mörder kurz nach der Tat von zwei russischen Diplomaten im Berliner Gefängnis besucht. Die beiden Russen sollen sich ausführlich mit dem Verdächtigen unterhalten haben. Das Gespräch fand auf Russisch und ohne Aufsicht statt. Nach dem Übereinkommen über diplomatische Beziehungen ist diese Betreuung erlaubt. Eine so schnelle und intensive Reaktion gilt aber als ungewöhnlich.

Die Ermittlungen zur Tatwaffe ergaben nach Informationen der "Zeit", dass die Pistole der Marke Glock 1986 von Österreich nach Estland verkauft wurde, in den Einflussbereich der damaligen Sowjetunion. Später wurde der Lauf der Waffe ausgetauscht, womöglich, um Spuren zu verwischen. Die Polizei soll davon ausgehen, dass dem Verdächtigen die Waffe auf dem Weg von Warschau nach Berlin übergeben wurde. Die Berliner Staatsanwaltschaft äußerte sich zunächst nicht.

Der Russe wird dringend verdächtigt, am 23. August den 40-jährigen Mann mit georgischer Staatsangehörigkeit in einem kleinen Park in Berlin-Moabit erschossen zu haben. Das Opfer soll als Islamist Anfang der 2000er-Jahre gegen Russland gekämpft haben.

Der "Spiegel" hatte berichtet, dass russische Behörden aktiv bei der Schaffung der falschen Identität des mutmaßlichen Mörders mitgewirkt haben sollen. Darauf sollen Sperrvermerke in der Datenbank für nationale russische Ausweispapiere hindeuten. Die Nummer des falschen Reisepasses soll zu einer Abteilung im russischen Innenministerium führen, die in der Vergangenheit Dokumente für den Militärgeheimdienst GRU ausstellte.

Ein russischer Kreml-Sprecher hatte gesagt: "Dieser Fall hat natürlich nichts mit dem russischen Staat und seinen Behörden zu tun."

Deutsche Politiker hatten zuletzt Konsequenzen gefordert. Die FDP beantragte, dass der Bundestags-Innenausschuss sich am 16. Oktober mit dem Fall beschäftigen soll. Die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe verfolgt die Ermittlungen nach eigenen Angaben seit Wochen. Nach der gesetzlichen Grundlage ist die Bundesanwaltschaft dann zuständig, wenn es den konkreten Verdacht gibt, dass hinter einer Tat der Geheimdienst einer fremden Macht stehen könnte.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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