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Grütters zu Kolonialobjekten: Dialog auf Augenhöhe führen

Berlin  

Grütters zu Kolonialobjekten: Dialog auf Augenhöhe führen

17.10.2019, 18:38 Uhr | dpa

Grütters zu Kolonialobjekten: Dialog auf Augenhöhe führen. Monika Grütters

Monika Grütters (CDU), Staatsministerin für Kultur und Medien. Foto: Christophe Gateau/dpa (Quelle: dpa)

In der Diskussion um den Umgang mit Kolonialobjekten hat Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) den Appell internationaler Wissenschaftler für eine rasche Öffnung der Museumsinventare begrüßt. "Ich finde diesen Aufruf berechtigt", sagte Grütters der dpa in Berlin am Donnerstag. "Wir müssen wissen, über welche Bestände wir reden, damit wir den Dialog auf Augenhöhe führen können."

In dem am Donnerstag veröffentlichten Appell an die Kulturminister von Bund und Ländern fordern die Wissenschaftler "unbeschränkten und unkontrollierten Zugang" zu den Bestandsverzeichnissen.

"Wenn die Herkunftsgesellschaften und Herkunftsstaaten wissen, was in den Museen ist, können sie ihr Interesse bekunden, Ansprüche geltend machen und wir überhaupt in einen Dialog miteinander treten", sagte Grütters. "Es würde sehr lange dauern, erst alle Daten zu erheben und sie dann gesammelt ins Netz zu stellen. Dafür braucht man Personal und Geld. Deshalb ist es verständlich, dass die Wissenschaftler erst einmal nur die Inventare einsehen wollen."

Gleichzeitig appellierte die Staatsministerin, fair mit den Museen umzugehen. "Die Museen müssen diese Arbeit mit anderen Aufgaben vereinbaren", sagte Grütters. "Wir ertüchtigen unsere Häuser mit Geld und mit Personal, sie sollen gerade in diesem schwierigen Feld "koloniale Kontexte" jetzt forciert arbeiten. Und das darf nicht zu Lasten anderer Bereiche gehen."

Datensätze seien teilweise noch nicht online, weil sie entweder unvollständig seien oder eine Kontrolle durch zuständige Experten noch nicht erfolgt sei. "Dies ist aber notwendig, weil sie unter Umständen noch Fehler enthalten können oder weil es sich um besonders sensible Objekte handelt, bei denen die Herkunftsgesellschaften eine unbeschränkte Bereitstellung online gar nicht wünschen", erläuterte Grütters. "Eine Freischaltung ohne Kontrolle - so wie es jetzt hier gefordert wird - könnte dann eventuell zu Irritationen führen, die wir alle gerne vermeiden möchten."

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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