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Landeselternrat sieht keine rasche Verbeamtung von Lehrern

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Landeselternrat sieht keine rasche Verbeamtung von Lehrern

26.10.2019, 09:16 Uhr | dpa

Landeselternrat sieht keine rasche Verbeamtung von Lehrern. Norman Heise

Norman Heise, Vorsitzender Landeselternausschuss Berlin. Foto: Jörg Carstensen/dpa (Quelle: dpa)

Der Vorsitzende des Landeselternausschusses, Norman Heise, geht nicht davon aus, dass Lehrer in Berlin kurzfristig wieder verbeamtet werden. Zur Begründung verwies er kurz vor dem SPD-Parteitag am Samstag auf die ablehnende Haltung der Koalitionspartner der Sozialdemokraten, Linke und Grüne. "Während die Koalition etwa beim Mietendeckel einen Kompromiss gefunden hat, weiß ich nicht, wo der bei der Lehrerverbeamtung liegen soll", sagte Heise der Deutschen Presse-Agentur. "Entweder man ist dafür oder dagegen. Da gibt es keinen Spielraum. Ich glaube nicht wirklich, dass das zeitnah umgesetzt wird, sollte die SPD das beschließen."

Seit 2004 werden Lehrer in Berlin nicht mehr verbeamtet. Angesichts des Lehrermangels und der Tatsache, dass inzwischen alle anderen Bundesländer Lehrkräften wieder den Beamtenstatus zugestehen, vollzog die SPD-Führung eine Kehrtwende und wirbt seit geraumer Zeit dafür. Die Delegierten des Parteitags sollen nun entscheiden, wie sich die Partei als Ganzes positioniert. Der Ausgang ist offen.

Heise zufolge hat sich der Landeselternausschuss als Elternvertretung nicht zu der Frage positioniert. Es gebe gute Argumente pro und kontra. Allerdings warnte Heise davor, eine Verbeamtung gleichsam als Allheilmittel gegen Lehrermangel zu betrachten. Schließlich herrsche in Ländern wir Brandenburg, die so vorgehen, ebenfalls Lehrermangel.

"Wir sollten einmal seriös untersuchen, warum Lehrer in der Größenordnung von 300 bis 600 pro Jahr Berlins Schulen verlassen", forderte Heise. "Das wissen wir bisher einfach nicht." Heise findet zudem die Idee zielführend, Berliner Lehramtsstudenten ein Stipendium anzubieten, wenn sie im Gegenzug nach ihrem Studienabschluss in der Hauptstadt bleiben. Die Länder müssten bei der Lehrergewinnung zusammenarbeiten, statt sich Lehrkräfte gegenseitig abzuwerben.

Der Beamtenstatus ist nicht zuletzt in finanzieller Hinsicht für viele Lehrer attraktiv. Beim SPD-Parteitag wird eine kontroverse Debatte darüber erwartet. Die Partei ringt hier schon länger um eine Linie.

Beim SPD-Parteitag im März lehnte eine knappe Mehrheit der Delegierten einen Antrag auf Wiedereinführung der Verbeamtung ab. Allerdings sollten Senat und SPD-Fraktion prüfen, wie angestellte Lehrer ihren Kollegen im Beamtenverhältnis gleichgestellt werden könnten. Diese Prüfung ergab, dass finanzielle Nachteile, die angestellte Lehrer gegenüber Beamten haben, nicht kompensiert werden können.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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