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Ärger bei Hertha, Jubel bei RB: Klinsmann-Effekt verpufft

Berlin  

Ärger bei Hertha, Jubel bei RB: Klinsmann-Effekt verpufft

09.11.2019, 17:35 Uhr | dpa

Ärger bei Hertha, Jubel bei RB: Klinsmann-Effekt verpufft. Timo Werner gegen Karim Rekik

Timo Werner (l.) von RB Leipzig kämpft gegen Berlins Karim Rekik um den Ball. Foto: Andreas Gora/dpa (Quelle: dpa)

Die Profis von RB Leipzig genossen den Jubel der mitgereisten Fans, Trainer Julian Nagelsmann machte sogar noch den Solo-Einpeitscher. Die Profis von Hertha BSC mussten von ihren Fans Beschimpfungen und gellende Pfiffe über sich ergehen lassen. Coach Ante Covic verschwand fluchend und zornig in die Kabine. Der Jürgen-Klinsmann-Effekt ist beim Hauptstadt-Club erstmal verpufft.

Dafür sorgte eine sachlich-souveräne Gäste-Mannschaft angeführt von Doppeltorschütze Timo Werner. Mit 4:2 (2:1) setzte RB Leipzig am Samstag seinen Siegeszug auch in der Fußball-Bundesliga fort. "Wir sind hungrig und aktuell brutal effizient", betonte Yussuf Poulsen.

"Wenn man erstmal in einen Lauf kommt, fällt das Fußballspielen natürlich leichter", meinte Kevin Kampl. Der Slowene zählte neben Werner (38./Handelfmeter und 90.+1) und Marcel Sabitzer (45.+1) zu den Leipziger Torschützen. Für die Berliner hatte Maximilian Mittelstädt (32.) getroffen. Die 1:0-Führung der Gastgeber hatte aber nicht lange Bestand. Der ehemalige Weltmeister und Bundestrainer Klinsmann, der neu im Hertha-Aufsichtsrat ist, sah das Tor des ehemaligen Leipziger Davie Selke in der Nachspielzeit vor 48 532 Zuschauern im Olympiastadion nur noch als Ergebniskosmetik.

Eine Woche nach dem 0:1 im Stadt-Duell fiel Hertha (11 Punkte) in der Tabelle auch noch hinter den 1. FC Union (13) zurück. Die Frage nach dem Abstiegskampf sei nun völlig berechtigt, räumte Covic ein. Kollege Nagelsmann freut sich indes, auch ohne fußballerischen Glanz den nächsten Sieg erzielt zu haben. "Man kann nicht immer nur feine Klinge spielen." Mit dem vierten Pflichtspielsieg nacheinander setzte sich RB oben in der Tabelle fest.

Für Gänsehaut-Momente sorgten in der zerfahrenen Partie trotz vieler Treffer allerdings mehr die Aktionen zum 30. Jahrestag des Mauerfalls. Historische Reden flimmerten über die Videoleinwände, ein Trabi-Motor knatterte über die Lautsprecher, und kurz vor dem Anpfiff fiel dann auch die Mauer - symbolisch auf der Mittellinie errichtet.

Das erste Tor fiel nach einer guten halben Stunde. Mittelstädt zog aus 25 Metern mit seinem eigentlich schwächeren rechten Fuß ab. Die Berliner Freude währte aber nicht lange: Werner traf vom Elfmeterpunkt, nachdem Karim Rekik den Ball an den Arm bekommen und Schiedsrichter Sören Storks nach Videobeweis auf Strafstoß entschieden hatte. Der nächste Stimmungsdämpfer für Hertha folgte, als Sabitzers Schuss im Netz landete - abgefälscht von Rekik.

Hochklassig wurde die Partie auch im zweiten Abschnitt nicht, Leipzig verwaltete zunächst das Resultat, Hertha versuchte sich gegen die Niederlage zu stemmen und forderte in der 72. Minute vehement Elfmeter. Bei einem Zweikampf gegen Niklas Stark hatte Laimer den Ball ebenfalls an den Arm bekommen, zudem den Berliner Abwehrmann so im Gesicht getroffen, dass dieser einen Nasenbeinbruch erlitt.

Der Videobeweis blieb ebenso aus wie ein Elfmeterpfiff. Covic verstand die Fußball-Welt nicht mehr. Sich den Videobeweis anzuschauen, sei "das Mindeste" gewesen, was der Referee hätte tun müssen, beschwerte er sich. Immerhin habe er sich auch die Szene vor Leipzigs 1:0 noch einmal angeschaut und auf den Punkt gezeigt.

Die Fans waren nicht minder sauer. Pfiffe in der Halbzeit, Pfiffe nach dem Ende. Auf die Verantwortlichen und seit Freitag auch Aufsichtsratsmitglied Klinsmann wartet an diesem Sonntag eine hitzige Mitgliederversammlung des Hauptstadt-Clubs.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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