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Schuster warnt vor Gleichgültigkeit gegenüber Extremismus

Berlin  

Schuster warnt vor Gleichgültigkeit gegenüber Extremismus

17.11.2019, 09:24 Uhr | dpa

Schuster warnt vor Gleichgültigkeit gegenüber Extremismus. Josef Schuster

Josef Schuster, Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland, spricht am Volkstrauertag. Foto: Paul Zinken/dpa (Quelle: dpa)

Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, hat zum Volkstrauertag vor Gleichgültigkeit gegenüber Extremismus und rechten Parolen gewarnt. "Gegenüber Rechtsradikalen und anderen Demokratiefeinden darf es kein Schwanken und kein Zaudern geben", forderte Schuster laut einem vorab verbreiteten Redemanuskript am Sonntag bei einer Gedenkfeier auf dem jüdischen Friedhof in Berlin-Weißensee. "Hier müssen wir an einer roten Linie festhalten, die nicht überschritten werden darf."

Schuster forderte null Toleranz gegenüber Antisemitismus, Islam-Hass oder Rassismus. "Veränderungen in der Gesellschaft vollziehen sich schleichend. Daher besteht die große Gefahr der Gewöhnung", so Schuster. Inzwischen seien der Erste und Zweite Weltkrieg für die nachfolgenden Generationen zu Kapiteln im Geschichtsbuch geworden. Die Verbrechen der Nationalsozialisten und die zu ziehenden Lehren müssten wieder stärker ins Bewusstsein rücken. Schuster erinnerte an das Leid von sechs Millionen ermordeten Juden. Weltweit waren 60 Millionen Tote in den Kriegen zu beklagen, wie er weiter sagte.

Schuster kritisierte die AfD. Es dürfe nicht hingenommen werden, dass es eine Fraktion im Bundestag gebe, deren Vorsitzender die NS-Zeit als "Vogelschiss" in der deutschen Geschichte bezeichne. Der AfD-Vorsitzende Alexander Gauland hatte im Juni 2018 mit einer Äußerung zur Nazi-Zeit für Empörung gesorgt: "Hitler und die Nazis sind nur ein Vogelschiss in über 1000 Jahren erfolgreicher deutscher Geschichte", sagte er. Später bezeichnete Gauland seine Äußerung als "missdeutbar und damit politisch unklug".

Der Volkstrauertag ist ein staatlicher Gedenktag - immer zwei Sonntage vor dem ersten Advent. Er wird in Deutschland schon seit 1919 begangen - ursprünglich, um Solidarität mit den Hinterbliebenen der Opfer des Ersten Weltkriegs zu zeigen. Inzwischen gedenkt die Bundesrepublik aller Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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