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Klinsmann verbietet Frust: Sturm-Zugang "würde enorm helfen"

Berlin  

Klinsmann verbietet Frust: Sturm-Zugang "würde enorm helfen"

20.01.2020, 10:41 Uhr | dpa

Klinsmann verbietet Frust: Sturm-Zugang "würde enorm helfen". Jürgen Klinsmann steht gestikulierend am Spielfeldrand

Berlins Trainer Jürgen Klinsmann steht gestikulierend am Spielfeldrand. Foto: Andreas Gora/dpa (Quelle: dpa)

Von gedrückter Stimmung nach seiner ersten richtigen Packung als Hertha-Coach war bei Strahlemann Jürgen Klinsmann keine Spur zu entdecken. Als der ehemalige Bundestrainer am Morgen nach dem 0:4-Rückschlag gegen den FC Bayern den Trainingsplatz im Olympiapark betrat, lächelte Klinsmann wie immer, stellte sich mit zwei Fans zum Selfie und schrieb sein Autogramm sogar auf ein Bayern-Trikot. "Natürlich, das Resultat hört sich echt mies an", bekannte der 55-Jährige, blieb aber auch am Montag bei seinem Optimismus: "Wir haben 60 Minuten top dagegen gehalten."

Die Stimmungslage im Team gab Mittelfeldspieler Marko Grujic wieder: "Wir hatten eine super Vorbereitung, haben in den vergangenen vier oder fünf Spielen kaum Gegentore kassiert. Dieses Ergebnis ist ein Schlag ins Gesicht für uns." Schon unmittelbar nach dem ersten verlorenen Spiel seit seinem Einstand Ende November gegen Borussia Dortmund (1:2) hatte Klinsmann versucht, seinen Spielern den Frust auszutreiben. "Ich habe gleich in der Kabine gesagt: Ihr braucht das gar nicht in den Kopf lassen. Wir fokussieren uns auf wichtige Dinge, auf die Spiele gegen die direkten Konkurrenten. Ich glaube nicht, dass es jetzt ein Problem oder ein Nackenschlag ist."

Bei der Klasse der Bayern gehe es eben "ruck-zuck, dass du noch ein, zwei Tore bekommst", sagte der Neu-Berliner. Allerdings sei die Mission Nichtabstieg ein Nervenkitzel. "Das kostet viel Arbeit und viel Substanz. Wir ziehen uns da hoch, davon bin ich absolut überzeugt, aber das kommt Schritt für Schritt", sagte Klinsmann.

Mit 19 Zählern steht der Berliner Club nur zwei Zähler über der Abstiegszone. Als Grund für die Ernüchterung zum Rückrunden-Auftakt machte der Hertha-Coach neben der "großen Qualität der Bayern" in den eigenen Reihen "zu wenig an Durchschlagskraft und Mut zur Offensive" aus. Ganze sechs Torschüsse registrierten die Statistiker für Hertha - und das war schon großzügig gerechnet.

Deshalb fahndet der Hauptstadtclub jetzt intensiv nach einer sofortigen Verstärkung für den Angriffsbereich. "Wenn wir was finden im offensiven Bereich, würde uns das enorm helfen", sagte Klinsmann und ergänzte zu den Transfer-Bemühungen: "Wir sind am Arbeiten." Bei einem Neuzugang gehe es dabei nicht um große Namen, betonte der 55-Jährige: "Es geht nur um Qualitätsverbesserung."

In der Winterpause waren prominente Profis wie Mario Götze, Julian Draxler und Granit Xhaka mit Hertha in Verbindung gebracht worden. Als einziger Einkauf ist der Argentinier Santiago Ascacibar vom Zweitligisten VfB Stuttgart zu Hertha gekommen. "Wenn nicht, ist es gar kein Problem", ergänzte Klinsmann zu weiteren möglichen Transfers bis 31. Januar: "Der Kader ist gut genug, in der Liga zu bleiben."

Die gegen den FC Bayern nicht aufgebotenen Innenverteidiger Niklas Stark (Infekt) und Karim Rekik (muskuläre Probleme) sollen beim nächsten Spiel am Samstag in Wolfsburg wieder dabei sein, kündigte Klinsmann an. Der zuletzt erneut am Knie verletzte Mittelfeldspieler Arne Maier soll in dieser Woche wieder voll mit der Mannschaft trainieren. Abwehrchef Dedryck Boyata ist beim VfL gelb-gesperrt.

"Männer, das ist absolut gar kein Beinbuch", betonte Klinsmann bei seiner Kabinenansprache nach der deftigen Niederlage gegen klar überlegene Bayern. Was seine Hertha schon jetzt erreicht habe in sechs Spielen gegen Topmannschaften, sei absolut positiv. "Aber trotzdem müssen wir aus unsern Fehlern lernen, die wir gegen solche guten Mannschften gemacht haben" und das gegen Teams auf Augenhöhe umsetzen, forderte der Chefcoach: "Es ist keine einfache Situation."

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