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Merkel: Menschen sollen sich sicher und zuhause fühlen

Berlin  

Merkel: Menschen sollen sich sicher und zuhause fühlen

27.01.2020, 12:29 Uhr | dpa

Merkel: Menschen sollen sich sicher und zuhause fühlen. Steinmeier und seine Frau begrüßen die Holocaust Überlebenden

Bundespräsident Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender begrüssen Holocaust Überlebende. Foto: Michael Kappeler/dpa (Quelle: dpa)

Zum 75. Jahrestag der Befreiung des deutschen Vernichtungslagers Auschwitz hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) dazu aufgefordert, die Erinnerung wachzuhalten und sich gegen jede Form von Antisemitismus und Rassismus zu stellen. "Wir müssen dafür sorgen, dass sich alle Menschen in Europa sicher und zuhause fühlen", sagte Merkel am Montag bei einem Benefizkonzert in der Berliner Staatsoper.

Der polnische Ministerpräsident Mateusz Morawiecki sagte: "Wir müssen uns auf die Seite der Wahrheit stellen, sonst erlischt die Erinnerung." Die Geschichte des Holocaust dürfe nicht umgeschrieben und für aktuelle politische Zwecke missbraucht werden. "Wir haben die Verpflichtung, der Welt das Geschehene zu berichten."

Auf dem Programm des Gedenkkonzerts stand Arnold Schönbergs Werk "Ein Überlebender aus Warschau" mit Thomas Quasthoff in Sprecherrolle sowie Ludwig van Beethovens dritte Sinfonie. Der Erlös des Konzerts geht an die Auschwitz-Birkenau Foundation. Damit sollen Besuche von Jugendgruppen aus Deutschland Nachbarländern in dem ehemaligen Vernichtungslager ermöglicht werden.

Am Morgen hatte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier drei Überlebende zu einem Gespräch in Schloss Bellevue empfangen. Am Mahnmal für die ermordeten Juden Europas gedachten die Berliner Staatssekretärin Sawsan Chebli und die Grünen-Bundesvorsitzende Annalena Baerbock der Toten, der Rabbiner Andreas Nachama sprach ein Gebet.

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) beteiligte sich an einer Putzaktion von Stolpersteinen in der Dresdner Straße in Kreuzberg. Gerade am Gedenktag der Befreiung von Auschwitz sei es wichtig zu zeigen, dass die Opfer nicht in Vergessenheit gerieten, sagte Giffey. Stolpersteine sind kleine in den Boden verlegte Pflastersteine, auf denen an Opfer der Nazi-Diktatur erinnert wird - vor deren Wohnhäusern oder Geschäften.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters betonte den Stellenwert der Erinnerungskultur. "Authentische Orte halten die Erinnerung an das Unfassbare wach", sagte die CDU-Politikerin.

Politiker und Prominente setzten mit einer Fotoaktion ein Zeichen gegen Antisemitismus. Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU), FDP-Chef Christian Lindner und TV-Moderator Guido Cantz posteten Bilder, auf denen sie ein Schild mit der Aufschrift "#weRemember" in die Kamera hielten. Die Aktion, zu der unter anderem der Jüdische Weltkongress (WJC) aufgerufen hat, soll dafür sorgen, dass die Erinnerung an den Holocaust nicht verblasst.

Am 27. Januar jährt sich zum 75. Mal die Befreiung des deutschen Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz im von Hitler-Deutschland besetzten Polen durch die Rote Armee. Allein dort brachten die Nationalsozialisten mehr als eine Million Menschen um.

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