Sie sind hier: Home > Regional > Berlin >

Verband: 365-Euro-Ticket würde 270 Millionen Euro kosten

Berlin  

Verband: 365-Euro-Ticket würde 270 Millionen Euro kosten

28.01.2020, 13:09 Uhr | dpa

Eine 365-Euro-Jahreskarte für alle Bus- und Bahnkunden in Berlin hätte nach Branchenangaben erhebliche Einnahmeausfälle zur Folge. Mit dem Rabatt lägen die Fahrgeldeinnahmen jährlich 270 Millionen Euro niedriger, sagte der Präsident des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), Ingo Wortmann, am Dienstag in Berlin. "Das muss durch Steuermittel ersetzt werden."

Der Verband berief sich auf eine Auskunft der Berliner Verkehrsbetriebe, in der Summe sei auch die S-Bahn enthalten. Werde eine solche Fahrkarte bundesweit eingeführt, summierten sich die Einnahmeausfälle auf vier Milliarden Euro.

Die landeseigene BVG hatte 2018 mit dem Fahrkartenverkauf nach eigenen Angaben etwa 735 Millionen Euro eingenommen. Gut 600 Millionen Euro bekam das Unternehmen vom Land. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) setzt sich für eine 365-Euro-Jahreskarte ein.

VDV-Geschäftsführer Oliver Wolf kritisierte ihn dafür und erinnerte an Müllers Zeit als Verkehrssenator. "Der müsste es eigentlich besser wissen", sagte Wolf. "Ein 365-Euro-Ticket ist purer Populismus." Zusätzliches Geld für Busse und Bahnen müsse dafür genutzt werden, das Angebot auszubauen. Gerade im Berufsverkehr seien die Fahrzuge in den Ballungsräumen jetzt schon überlastet.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
10-Tages-Vorhersage

Ulla Popkenbonprix.deOTTOhappy-sizetchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal