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Berlin: Krebskrankes Kind abgewiesen – Charité äußert sich

Kein Klinikbett bekommen  

Charité äußert sich nach Tod von krebskrankem Kind

06.02.2020, 17:30 Uhr | t-online, dpa

Berlin: Krebskrankes Kind abgewiesen – Charité äußert sich. Eingang zum Campus Virchow der Charité: Die Kinderonkologie befindet sich auf dem Gelände. (Quelle: picture alliance / Arco Images GmbH)

Eingang zum Campus Virchow der Charité: Die Kinderonkologie befindet sich auf dem Gelände. (Quelle: picture alliance / Arco Images GmbH)

Die Kinderkrebsstation der Charité in Berlin hat seit Längerem zu wenig Personal. In Folge dessen soll ein krebskrankes Kind gestorben sein.

Im vergangenen Jahr soll ein krebskrankes Kind gestorben sein, nachdem die Charité in Berlin es zuerst nicht aufnehmen konnte. Das berichtet der RBB unter Berufung auf das ARD-Magazin "Kontraste".

Zuvor habe ein anderes Berliner Krankenhaus die Krankheit diagnostiziert. Auf Grund einer fehlenden Krebsstation für Kinder habe man dort versucht ein Bett in der Kinderonkologie der Charité zu erhalten. Diese konnte das Kind zuerst nicht aufnehmen. 

In den folgenden Stunden verschlechterte sich der Gesundheitszustand des Kindes. Nachdem es am folgenden Tag doch in die Charité verlegt werden konnte, sei es nach kurzer Zeit verstorben. Das habe das Personal sehr mitgenommen, zitiert der Öffentlich-Rechtliche Sender einen Kinderarzt, der anonym bleiben möchte.

Klinikleitung und Politik suchen nach Personal

Die Leitung der Berliner Charité hat sich nun zu der Personalknappheit an der Uniklinik geäußert, die zum Aufnahmestopp geführt haben soll. Man habe "mit der Krankheit der Kinder argumentiert", sagte Ulrich Frei, Vorstand Krankenversorgung der Charité, gegenüber "Kontraste" und so "enormen psychischen Druck" auf die Pflegekräfte ausgeübt. Laut dem Bericht hätten in der vergangenen Zeit wohl wegen des hohen Drucks viele Mitarbeiter gekündigt.

Ulrich Frei hoffe, die Situation im nächsten halben Jahr in den Griff zu bekommen. Der Regierende Bürgermeister Michael Müller teilte dem RBB mit, dass bundesweit nach geschultem Personal gesucht werde. "Die Klinik muss gewährleisten, dass so drastische Situationen wie ein temporärer Aufnahmestopp in der Kinderonkologie im Dezember 2019 nicht mehr vorkommen", sagte Staatssekretär Steffen Krach (SPD) am Donnerstag zu dem Vorfall.

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