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Berlin: Mehr Angriffe auf Busfahrer und Kontrolleure der BVG

Gewalt im Nahverkehr  

Mehr Angriffe auf Busfahrer und Kontrolleure in Berlin

11.02.2020, 08:06 Uhr | dpa

Berlin: Mehr Angriffe auf Busfahrer und Kontrolleure der BVG. Eine U-Bahn fährt in Berlin unter einem Schild mit der Aufschrift "BVG" vorbei: Die Zahl der Angriffe auf Kontrolleure, Busfahrer und Fahrgäste ist gestiegen. (Quelle: dpa/picture alliance/Archiv)

Eine U-Bahn fährt in Berlin unter einem Schild mit der Aufschrift "BVG" vorbei: Die Zahl der Angriffe auf Kontrolleure, Busfahrer und Fahrgäste ist gestiegen. (Quelle: picture alliance/Archiv/dpa)

Busfahrer und Kontrolleure der Berliner Verkehrsbetriebe sind 2019 häufiger Opfer von Gewalttaten geworden als noch im Vorjahr. Auch die Zahl der Angriffe auf Fahrgäste nahm zu.

Mehr als 540 Mal sind Busfahrer, Kontrolleure oder Wachleute der Berliner Verkehrsbetriebe BVG im vergangenen Jahr angegriffen worden. Das antworteten Senat und BVG auf eine parlamentarische Anfrage der CDU. Im Vorjahr waren es gut 500 Mal. Die Zahlen beziehen sich auf eine Polizeistatistik in der Rubrik Rohheitsdelikte. Außerdem gab es rund 300 angezeigte und registrierte Übergriffe und Angriffe auf Fahrgäste von U-Bahnen, Bussen und Straßenbahnen in Berlin. Das waren deutlich mehr als in den vergangenen Jahren.

Im Detail stellen sich die Zahlen folgendermaßen dar: Das sogenannte Fahrdienstpersonal war Ziel von 226 gewaltsamen Übergriffen (2018: 205 Fälle; 2017: 197 Fälle). Kontrolleure und Wachleute wurden 315 Mal angegriffen (2018: 300; 2017: 348). Angegriffene Mitarbeiter brachen in 153 Fällen ihren Dienst ab. 2018 lag diese Zahl noch bei 254.

Der Anstieg bei den Übergriffen gegen Fahrgäste von 203 (2017) über 279 (2018) auf 301 liegt auch an einem deutlichen Anstieg bei den angezeigten Sexualdelikten von 14 auf 62. Möglicherweise hat sich auch das Anzeigeverhalten verändert und mehr Frauen gehen bei Belästigungen oder Übergriffen zur Polizei.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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